Versicherungen für Bauherren

Nachdem wir uns ja schon einmal über unsere Erfahrungen, die wir in Bezug auf die Baufinanzierung gemacht haben ausgelassen haben, wollen wir heute ein paar Tipps bzgl. der benötigten Versicherungen mit euch teilen. Während der Planung eines Bauvorhabens kann man nämlich bezüglich der abzuschließenden Versicherungen ziemlich ratlos dastehen.

Grundstückshaftpflicht

Ganz am Anfang steht das Grundstück. Bei uns war es ja so, dass wir das Grundstück schon recht lang vor Baubeginn gekauft hatten und somit dafür verantwortlich waren. Was wenn Bäume auf dem Grundstück stehen, es nicht eingefriedet ist, uneben ist oder der Winter bevorsteht (bei uns traf das alles zu) mitunter für Dritte gefährlich sein kann. – Und das letzte was man möchte ist, dass jemand verletzt wird und man selbst hat es zu verantworten. Also sollte für die Zeit vor dem Bau eine Grundstückshaftpflicht abgeschlossen werden. Diese Versicherung ist nicht teuer… wir haben für bis zu drei Jahren Versicherungsdauer weniger als 30€ gezahlt.

Private Unfallversicherung

Kommen wir zu einer oft vergessenen, aber wichtigen Police: Sobald es los geht, kann es ja sein, dass man selbst auch auf dem Bau oder auch nur im Garten Hand anlegt. Bei Arbeiten im und am Haus kann es schnell zu Unfällen kommen: Beim Legen von Stromkabeln, bei Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten, dem Handhaben von Elektrowerkzeugen, die man als „Bürotäter“ vielleicht noch nie oder nicht so oft verwendet hat oder auch einfach nur durch einen ungeschickten Moment. Eine private Unfallversicherung bietet hier Versicherungsschutz rund um die Uhr.

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Diese Versicherung sichert gegen die Verletzung von Verkehrsicherungspflichten auf der Baustelle ab. Zum Beispiel könnte dies eine schlechte Beschilderung oder Beleuchtung sein. Die Privathaftpflicht deckt diese Risiken in der Regel mit ab, allerdings nur bis zu einer gewissen Bausumme. – Sollte diese Summe überschritten werden (was beim Bau eines Einfamilienhauses in der Regel passieren dürfte) muss eine Bauherrenhaftpflicht abgeschlossen werden. Diese Versicherung wird in der Regel zusammen mit der

Bauleistungsversicherung

angeboten. Die Bauleistungsversicherung kommt für Schäden am Bau auf, die unvorhersehbar sind und während der Bauzeit auftreten. Dazu zählen Schäden durch höhere Gewalt wie Hochwasser oder Sturm. Es sind im meistens aber auch Schäden durch Vandalismus, unbekannte Eigenschaften des Baugrundes, Konstruktions- und Materialfehler, Fahrlässigkeit und ähnliches versichert. Diese Versicherung wird von den meisten Bauunternehmen sogar zur Bedingung für einen Vertragsabschluss gemacht.

Rohbaufeuerversicherung

Die letzte Versicherung, die benötigt wird, ist die Rohbaufeuerversicherung. Diese Versicherung ist meistens in der „ganz normalen“ Wohngebäudeversicherung enthalten und kostenfrei oder sehr günstig. – Sprich: Man schließt die Wohngebäudeversicherung für das zukünftige Haus ab, diese ist dann bis zur Fertigstellung sehr günstig oder kostenlos und sichert die Baumaßnahme gegen Brandschäden ab. Nach der Fertigstellund wird die Versicherung dann ganz normal gebührenpflichtig und deckt die vereinbarten Schäden ab.

Weitere Versicherungen haben wir als nicht wichtig angesehen.

Ein Gedanke zu „Versicherungen für Bauherren

  1. Nils

    Ich würde unbedingt noch eine Risikolebensversicherung empfehlen; diese haben wir selbst auch abgeschlossen. Wenn dem Partner nun etwas zustößt, ist der andere finanziell abgesichert, sodass er den Kredit weiterhin bedienen kann und das Haus nicht abstoßen muss. Auch das ist nicht teuer (vorausgesetzt man ist Nichtraucher ;)).

    Antworten

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