Tipps zur Küchenplanung

So langsam vervollständigt sich ja auch unsere Kücheneinrichtung im neuen Haus. – Nachdem „die Basis“ schon länger eingezogen und auch viele Feinheiten erledigt wurden. Ein paar unserer Erkenntnisse die wir gewonnen haben, will ich hier mal für euch festhalten:

Spülmaschine neben SpüleAm glücklichsten bin ich darüber, dass der Schreiner unseres Vertrauens uns dazu geraten hat, unseren wichtigsten Haushaltshelfer – Die Spülmaschine – auf Höhe der Arbeitsfläche in die Küche zu integrieren. Für uns beide ist es mittlerweile fast undenkbar eine Spülmaschine auf Bodenniveau zu haben. Eine hoch eingebaute Spülmaschine wird derzeit zwar meistens für die Generation 50plus beworben und wir haben noch keine Schwierigkeiten mit dem Rücken, aber es ist so einfach viel bequemer. Bei der Umgestaltung der Küche für das neue Haus habe ich dann zusätzlich darauf geachtet, dass die Klappe der Spülmaschine direkt neben der Abtropffläche der manuellen Spüle liegt. Einfach perfekt und von meiner Seite her 100% zu empfehlen.

Licht über SpüleWo wir gerade beim Thema „Spülen“ sind: Was wir zunächst nicht im geringsten Bedacht haben und somit auch nicht eingeplant haben, ist elektrisches Licht über der Spüle. – Wir haben jetzt zwar eine Lampe mit zwei 35W-Halogen-Spots nachgerüstet, aber da die Spüle links durch die Hängeschränke und rechts durch den Hochschrank mit der auf Arbeitsflächenhöhe eingebauten Spülmaschine umrahmt wird, ist vor allem wenn kein Tageslicht einfällt, immer noch viel zu wenig Licht vorhanden. Hier benötigen wir längerfristig auf jeden Fall noch eine Lampe mit höherer Leistung.

Wichtig ist auch, dass die nötigen Kochutensilien, die man quasi immer benötigt. – Also Pfannenwender, Holzlöffel, Küchenmesser und so weiter… In der nähe von Herd und Backofen schnell greifbar sind. Ebenso die gängigsten Gewürze. Was uns in dieser Richtung auf jeden Fall noch fehlt: Eine magnetische Messerleiste.

Dunstabzugshaube mit Ofenrohr und Compair 125Wenn man sich für eine Dunstabzugshaube mit Abluft entscheidet (was wir immer wieder tun würden) sollte man vor allem in einem neuen und gut isolierten Haus darauf achten, dass man sich hier keinen Kälteeinfall zuzieht. – Sprich: Man sollte einen automatisch verschließenden Mauerkasten haben, damit keine kalte Luft durch die Leitung und die Abzugshaube in den Wohnraum gelangt. Es gibt mechanische und elektrische Lösung. Wir haben uns für den mechanischen Mauerkasten von Compair entschieden. Dieser funktioniert zwar, aber ich musste unzählige Male die Leiter rauf und runter, bis das Ding so eingestellt war, dass es zuverlässig öffnet und schließt.

Letztes Stichwort: Arbeitsflächenhöhe. Achtet darauf, dass eure Arbeitsplatte nicht zu tief liegt. Die gängigen Empfehlungen berücksichtigen nicht, dass die durchschnittliche Körpergröße deutlich angestiegen ist. Unsere Arbeitsfläche liegt mehr als 5 cm höher als „üblich“. – Und das ist wirklich angenehm.

Habt Ihr noch weitere Tipps? Wenn ja, postet diese ruhig in einem Kommentar.

5 Gedanken zu „Tipps zur Küchenplanung

  1. Sven

    Hallo,
    Euren Tipp mit der hochgelegten Spülmaschine kann ich nur sowas von unterstreichen. Glücklicherweise hat uns unser Küchenplaner auf die Idee gebracht. Zwar haben wir auch den Backofen aufgebockt, das Hochsetzen der Spülmaschine war allerdings eindeutig nützlicher – vielleicht aber auch nur für mich, weil ich häufiger an der Spülmaschine als am Herd stehe…
    Alles Gute
    Sven

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  2. Christian

    Hallo,

    also mir fällt bei eurer Küche auf, dass Ihr sehr wenig Abstellfläche/Arbeitsfläche habt. Das wird euch schnell zum Verhängnis. Wir haben extra noch eine Kücheninsel zum Kochen und Arbeiten, wo auch die Kinder noch vorne vor sitzen/knien und mithelfen können.

    Ich denke hier auch noch an die ganzen Dinge, welche ja nicht ständig aus irgendwelchen Schränken hervorgekramt werden wollen, damit die nicht im Weg stehen (Toaster, Kaffeemaschine, Senseo-Kaffeemaschine, Wasserkocher, Brotkorb und sonstige Kleinigkeiten).

    Uns war der höhere Backofen mit ausziehbaren Rosten wichtiger, da dieser auch stark bei uns in Anspruch genommen wird. Das ist bequem und auch sicher!

    Und ehrlich gesagt, finde ich die Spühlmaschine direkt unter der manuellen Spühle funktioneller, es kommt immer wieder vor, dass im oberen Korb Tassen/Becher/Schalen nicht richtig umgedreht liegen und somit dort Restwasser vom Spühlgang vorhanden ist, das werdet Ihr in der Höhe nicht sofort sehen und schon habt Ihr überall Spritzwasser an dem Korpus und auf dem Boden, wenn diese ausgeräumt wird. Anders herum müßt Ihr euch beim einräumen immer seitlich bewegen und seid nicht direkt über der Spühle, viele Sachen müssen vorher kurz über der Spühle oder am Müllkorb ja noch ausgekippt werden (Essensreste).

    Aber das ist ja auch alles Ansichtssache!

    Schönen Gruß
    Christian

    Antworten
    1. Judith

      Hallo Christian,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine nützlichen Tipps zur Kücheneinrichtung. Zum Glück kann ich für unsere Küche einige deiner Einwände entschärfen.

      Ich weiß jetzt nicht, ob du noch die anderen Fotos unserer Küche in älteren Beiträgen gesehen hast, aber ein bisschen mehr Arbeitsfläche als auf den Fotos in diesem Beitrag zu sehen ist, haben wir zum Glück schon. ;-) Auch wenn ich zugeben muss, dass wir auch gegen mehr nichts einzuwenden haben. Als Joker haben wir dann aber auch noch die Theke an der auch gesessen werden kann. Im absoluten Notfall ist der „Schrank“ unter unserem Kühlschrank als Küchenwagen zu benutzen, soll heißen, diesen kann man raus fahren und z.B. in die Mitte der Küche stellen.

      Das Thema aus Schränken rauskramen haben wir so gelöst, dass wir in unserer Speisekammer nahezu ein ganzes IKEA-Regal mit unseren Elektrokleingeräten stehen haben. Hier sind Toaster, Waffeleisen, Sandwichtoaster, Popcornmaschine, und Raclettegerät schnell greifbar, die Microwelle (wir nutzen diese eigentlich nur zum Aufwärmen unserer Kirschkernkissen…) hat hier ihren festen Platz und ist hier zu bedienen. Alle diese Geräte werden von uns eigentlich sehr selten benutzt, so dass sie in bzw. auf der Küche nichts verloren hätten. Bei unserem Toaster ist es jedoch sehr praktisch, dass CK in unserem Tisch neben einer Beleuchtung ja auch Steckdosen eingebaut hat, so dass wir diesen bei Bedarf einfach direkt an den Frühstückstisch holen können. Der Kaffeevollautomat hat seinen Stand auf der Theke und ist daher sowohl von der Küche als auch vom Essbereich – auch dank leichter Drehbarkeit – zu erreichen. Der Wasserkocher hat für mich einen hohen Stellenwert und ist direkt neben der Spüle im Eck untergebracht. Diesen Raum kann man ja leider eh nur wenig, da sehr unzugänglich, als Arbeitsfläche nutzen. Hier wird allerdings noch einen kleines Regalbrett dazukommen auf dem dann Tee, Zucker und Utensilien untergebracht werden.

      Tja, die Sache mit dem Backofen. Hier stimme ich dir voll und ganz zu. Wenn wir eine Möglichkeit gehabt hätten, dann wäre auch dieser nach oben gekommen.

      Zum Thema Spülmaschine. Deine Argumente leuchten mir hier ebenfalls ein. Aber ich bleibe dabei, dass ich mich für nichts in der Welt wieder für jedes Geschirr bücken würde. Die Nähe zur Spüle ist für mich ausreichend gegeben, die seitlichen Bewegungen dabei zu verkraften. Und zum Glück sind wir groß genug, als dass wir auch bei dieser Einbauhöhe sehen können, wo sich noch Wasser angesammelt hat. Meist lässt sich das „Problem“ mit einem schnellen Griff an die Seite der Spülmaschine lösen, hier hängen nämlich unsere Geschirrtücher.

      Über eine Kücheninsel haben wir zwar auch kurz nachgedacht, aber zum einen war die Küche ja nun mal schon vorhanden und wurde ja nur dem Haus angepasst. Und zum anderen war uns die klare räumliche Trennung zwischen Küche und Wohn-/Essbereich wichtiger.

      Liebe Grüße

      Judith

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  3. Judith

    Hallo Sven,

    wir haben die Vorzüge eines erhöhten Backofens ebenfalls in einer unserer gemieteten Wohnungen kennen lernen dürfen. Grundsätzlich auch eine sehr feine Sache. Da wir aber nicht beides „höherlegen“ konnten, haben wir auch lieber die Spühlmaschine genommen, alleine die Anzahl der heraus zu nehmenden Sachen ist hier deutlich höher…

    Liebe Grüße

    Judith

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  4. Nils

    Ein weiterer Tipp von meiner Seite aus ist, bei den Unterschränken konsequent auf Schubladenauszüge zu setzen. Man kommt dann wesentlich besser an den Schrankinhalt als bei Türen, wo die hinteren Ecken der Schränke in der Praxis nur schwer zu erreichen sind. Bei Schubladen kommt man überall gut heran.

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