DIY-Projekt: LED-Leuchte aus alten Ästen bauen

Wie wir ja schon öfter anklingen ließen: Das Schlafzimmer soll im Thema „Wald“ mit alten Ästen gestaltet werden. Dazu werden dann einige an der Wand befestigt und uns kam auch die Idee die Äste für eine Lampe auf Basis der IKEA Dioder LED-Streifen zu verwenden. Wie wir das Ganze angestellt haben könnt ihr im Folgenden erfahren…

Äste lasieren

Zuerst wurden die alten Äste von Judith in mühevoller Kleinarbeit abgeschliffen, damit morsche Bestandteile, Moos und sonstiges anhaftendes organisches Zeug entfernt waren. Danach wurden die vorbereiteten Äste mit einer Holzlasur in „Ebenholz“ schwarz lasiert.

LED Leuchte DIY selbst bauen IKEA Dioder

Äste verbinden

Danach habe ich die Äste mit Schrauben verbunden, damit die Lampe eine entsprechende Stabilität bekommt. Dazu wurde jeweils durch einen der beiden Äste die sich in einer der Verbindungsstellen treffen ein Loch für die Schraube durchgebohrt, damit das Holz von der Schraube nicht gespalten wird. „Optisch“ wurden die Äste später noch anders miteinander verbunden.

LED Leuchte DIY selbst bauen IKEA Dioder

LED-Strips befestigen

Die IKEA Dioder LED-Streifen konnten ganz einfach mit ihren mitgelieferten Metallclips befestigt werden. – Was mich ein bisschen erstaunt hat. Hält wirklich sehr gut, sogar wenn die LED-Streifen leicht gebogen werden um sich den Ästen anzupassen. Wir haben insgesamt fünf LED-Streifen angebracht. Drei LED-Streifen strahlen nach unten, die anderen beiden geben eher indirektes Licht zur Decke ab.

LED Leuchte DIY selbst bauen IKEA Dioder

Kabel verlegen

Die Kabel der LED-Streifen wurden auf der Oberseite der Leuchte zuerst grob verlegt und später mit unserem Bosch Elektrotacker befestigt.

LED Leuchte DIY selbst bauen IKEA Dioder

Äste mit Seil „verbinden“

Damit die Verbindungsstellen nun aber etwas eleganter (soll in diesem Fall heißen natürlicher bzw. rustikaler) aussehen und die Kabel an diesen kritischen Stellen besser verborgen sind, haben wir diese mit Sisalschnur umwickelt.

LED Leuchte DIY selbst bauen IKEA Dioder

DIY-LED-Lampe aufhängen

Diese Sisalschnur dient auch direkt als Aufhängung der Lampe an der Decke. Wir haben uns dazu entschlossen die neue DIY-LED-Leuchte an den drei Verbindungsstellen einfach direkt nach oben an die Decke zu hängen und das Kabel separat zum an der Decke montierten Transformator zu führen. (Dieser wird übrigens noch dekorativ verkleidet, sobald uns dazu eine Idee kommt)

LED Leuchte DIY selbst bauen IKEA Dioder

Hat schon irgendwie ein bisschen was von Blair Witch Project, oder? Aber das passt ja zum Wald-Thema. ;-) Und so sieht das Ganze im Dunklen und eingeschaltet aus:

LED Leuchte DIY selbst bauen IKEA Dioder

LED-Leuchte blinkt obwohl ausgeschaltet

Ein Problem ergab sich aber noch: Die Lampe blitzte manchmal auf, obwohl sie ausgeschaltet war. Nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass dies daran liegt, dass LED-Leuchten so wenig Energie benötigen, dass Spannungen die ausgeschaltete Leitungen induziert werden ausreichen um die LEDs zum Leuchten zu bringen. Dies tritt besonders häufig bei Wechselschaltungen (ist bei uns der Fall) auf und in vielen Fällen ist es sogar so schlimm, dass man die Lampe gar nicht (!) ausschalten kann. Es gibt aber eine sehr einfache und mit 0,15 € sehr günstige Lösung: Es wird einfach ein Entstörkondensator mit 0,047 µF parallel zum Transformator – natürlich von einer authorisierten Elektrofachkraft – angeschlossen um die induzierten Spannungen zu eliminieren. Schon ist das Blitzen weg.

7 Gedanken zu „DIY-Projekt: LED-Leuchte aus alten Ästen bauen

  1. Ricc

    Sieht klasse aus.
    Wobei ich versucht hätte, die Kabel und Netzteil etwas mehr zu verstecken.

    Das mit dem Blitzen durch Induktionsspannung mag ich nicht so recht glauben. Auch wenn die LED’s wenig Spannung benötigen, sind doch immer mehrere in Reihe geschaltet und brauchen doch einiges mehr. Auch, dass die Wechselschaltung etwas damit zu tun hat, kommt mir seltsam vor. Schließlich sind es nichts weiter als einfache Schalter.

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    1. Christian Beitragsautor

      Ja, das Netzteil wird ja wie schon geschrieben noch versteckt. Die Kabel befinden sich auf der Oberseite der Lampe, die man eh nicht sehen kann und die sichtbaren Stellen wurden geschwärzt. Die Bilder oben, auf denen die Kabel sichtbar sind, zeigen ja nur einen Zwischenstand.

      Das mit dem Blitzen durch Induktionsspannung ist aber so. ;-) Eine Wechselschaltung ist halt doch mehr als einfache Schalter. Die Korrespondierenden bilden einen Kondensator, mit je nach Leitungslänge der Korrespondierenden steigenden Kapazität. Das macht Einstreuung leichter und die reicht bei LEDs je nach verwendetem Netzteil und Netzteiltyp halt dafür, dass diese Blitzen, Blinken, Glimmen oder gar nicht aus gehen.

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  2. meinliebesfrollein

    Da ich Holz und alle Arbeiten mit diesem Naturstoff sehr liebe, gefällt mir die Lampe sehr. Mein persönlicher Geschmack ist das „Ebenholz“ nicht so. Ich hätte es natürlicher gelassen und nur farblos lackiert, aber ich nehme an, dass die Farbe besser zum Rest der Inneneinrichtung paßt?
    Die Anleitung finde ich sehr gut verständlich.
    Viele Grüße und einen schönen Sonntag

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  3. Theo Schlüsseldienst

    Geniale Idee! Das hat echt Stil!
    Dickes Kompliment und Danke für diese Inspiration. Passt perfekt in meine Altbau-Wohnung mit den schön hohen Wänden rein. Man kann es ja noch größer gestalten und seiner Kreativität da vollen Lauf lassen! :)

    Beste Grüße, Theo

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  4. Claudia

    Hallo,
    ein großes Lob für die schicke Lampe, die uns zur ersten eigenen DIY-Lampe inspiriert und motiviert hat :-) Darf ich naiv fragen, woher der Transformator stammt und wie er verbunden wurde? Wir waren gerade bei Ikea, um Dioder zu besorgen und standen etwas ratlos davor, als wir den Steckdosenstecker sahen. Könnten Sie bei diesem Teil auch noch in wenigen Worten beschreiben, wie Sie vorgegangen sind? Das wäre großartig, danke! :-)
    Freundliche Grüße
    Claudia

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    1. Christian Beitragsautor

      Hallo Claudia, der Transformator stammt von Pollin. Ist ein 12V-Schaltnetzteil, das ich zur Vermeidung des häufig auftretenden Aufblitzens oder Glimmens von LED-Leuchten im ausgeschalteten Zustand mit einem Entstörkondensator verschaltet habe. Das Anschließen ist an sich sehr einfach, sollte dir das „wie“ aber nicht direkt klar sein, würde ich aus Gründen der Sicherheit eher einen Elektriker empfehlen.

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