Die Wohnzimmerwand Teil 1

Das letzte lange Wochenende um Christihimmelfahrt haben wir mit guten Freunden in Holland verbracht. Um die Kraftreserven wieder aufzufüllen, war das Wochenende auch sehr willkommen. Einzig, dass daheim zwei Stapel Hölzer darauf warteten eine neue Daseinsberechtigung zu bekommen, machte uns etwas kribbelig. Aber der Juni hatte ja noch weitere freie Tage anzubieten und so war der Plan für das Pfingstwochenende auch schnell gefasst und so sollte endlich an unserem Großprojekt gearbeitet werden: der Wohnzimmerwand!

fachwerk-raumteiler-selber-bauen-diy-anleitung

Der ein oder andere hat unsere Ankündigungen nun schon länger in unseren Artikeln entdecken können. Die ersten Vorbereitungen für die Wand hatten wir in den letzten Wochen auch schon beginnen können. Unser Ziel ist es eine Trennwand zwischen dem Esszimmer und dem Wohnzimmer (und späteren Fernsehzimmer, wenn irgendwann mal genug Geld für ein Beamer etc. da ist. ;-) in Fachwerkoptik zu bauen. Zudem soll der Kratz- und Kletterbaum für die Katzen hier integriert – optisch gefällt uns ein Kratzbaum im Wohnbereich nicht so gut… – und ein zusätzlicher Küchenschrank mit kleiner Trennmauer in der Küche gebaut werden.

fachwerk-raumteiler-selber-bauen-tutorial

Am Samstag wollten wir die 11,5 bis zur Decke gehenden Balken sägen und ölen. An den anderen beiden Feiertagen, waren die Innenarbeiten geplant. Wir wollten die Balken schon mal mit Winkeln an der Decke verschrauben… so also der Plan.

fachwerk-raumteiler-selber-bauen-anleitung

Am Samstag haben wir daher auch in Ruhe ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Um ca. zehn Uhr haben wir dann begonnen das benötigte Werkzeug auf die Terrasse zu stellen und unsere Arbeitsplätze aufzubauen. CK hat die Balken auf die richtige Länge gebracht. Hierzu musste er – bis auf eine Ausnahme – zwei Balken miteinander verschrauben. Um die Fachwerkoptik zu bekommen, hat CK dabei die Hölzer mit dem „geraden Blatt“ verbunden. Ich habe lediglich die fertigen Balken geölt und mich in der Zwischenzeit versucht möglichst im Schatten aufzuhalten. ;-)

fachwerk-raumteiler-selber-bauen-holzwerken

Um ca. zwölf Uhr hatten wir bereits die Hälfte unserer vorgenommenen Arbeit schon erledigt, so dass wir uns dafür entschieden haben in der Mittagshitze lieber die ersten Arbeiten im Innenraum zu erledigen. Begonnen haben wir mit der Küche. Hier waren unsere Vorstellungen für den neuen Küchenunterschrank schon sehr genau, so dass wir weitere Hölzer für den Rahmen zugesägt und miteinander verbunden haben. Auch die weiteren Balken haben wir nicht nur an der Decke, sondern immer auch schon mit dem Rahmen auf dem Boden verschraubt. Dieser ist unumgänglich, da wir die Balken nicht direkt an den Fliesen befestigen wollen, der Grund hierfür sollte wohl klar sein.

fachwerk-raumteiler-selber-bauen-upcycling

Nachdem wir bis kurz vor neun Uhr fleißig gebaut haben, ging es heute mit deutlich geringerem Arbeitsvolumen ans Werk. Es mussten lediglich die Trennung zwischen unseren Terrassentüren gebaut werden und ein weiterer Balken und Rahmen beim Eingang zum Wohnzimmer hinzugefügt werden. Und was soll ich sagen, schon am frühen Nachmittag haben wir mal wieder um einiges mehr vollbracht, als wir uns für das ganze Wochenende vorgenommen haben. Wir lieben solche Tage!

fachwerk-raumteiler-selber-bauen-landhaus-shabby-chic

CK und ich sind beide positiv überrascht, wie toll sich alleine das Gerippe aus Balken schon in unserem Wohnzimmer macht. Es ist nun deutlich einfacher sich die fertige Wohnzimmerwand vorzustellen. Dabei gehen wir jedoch wieder so vor, wie wir meistens arbeiten. Wir haben einen groben Plan, fangen erstmal an und erarbeiten dann weitere Feinheiten. Das sich dieses Vorgehen lohnt sehen wir immer wieder. Auch eine Zeichnung kann die Realität nicht so gut abbilden, dass alles bedacht wird. So hat der neue Küchenschrank nun bereits über sich einen Balken erhalten, an den wir die Beleuchtung super anbringen können – ich glaube ihr dürft hier gespannt sein.

fachwerk-raumteiler-selber-bauen-lampe

Die Trennwand zwischen den Terrassentüren musste etwas anders gestaltet werden als der Rest der Wand, da ansonsten der Schall vom wandmontierten Lautsprecher nicht richtig zum Sofa vordringen kann. Daher hat er an einer Seite nur einen halben Balken erhalten. Kurzerhand haben wir uns entschlossen das dadurch entstandene Schränkchen bzw. Regalfach ebenfalls aus den Balken zu bilden. Eine super Idee wie sich herausstellte!

fachwerk-raumteiler-selber-bauen-diy-blog

Für dieses Wochenende haben wir also schon einiges geschafft an unserer Wohnzimmerwand. Aber es gibt selbstverständlich noch viel zu tun und so werden die nächsten Feierabende und Wochenenden wohl wieder sehr arbeitsintensiv.

2 Gedanken zu „Die Wohnzimmerwand Teil 1

  1. Christian Weissgerber

    Hallo Judith, hallo Christian,

    nach längerer Suche im Internet bin ich auf euren „Wohnblog“ gestoßen.
    Ich bin vor kurzem mit meiner Partnerin in die Wohnung ihrer Eltern gezogen.
    Unser Wohnzimmer ist sehr offen und irgendwie kommt dieser ersehnte Wohlfühlfaktor auf der Couch nicht so richtig auf. Unser Wohn/Esszimmer ist relativ groß und leer aktuell. Ein Esstisch mit vier Stühlen, eine Eckcouch, ein kleiner Fernseherunterschrank und ein Kratzbaum für unsere zwei Katzen. Die Möbel sind hauptsächlich aus dunklem Holz und würden super zu der Optik eurer Wohnwand passen. Auch ich finde, dass der Kratzbaum optisch nicht so super in den Raum passt und würde ihn auch gern in die Wand integrieren.

    Jetzt meine Frage:
    Wo habt ihr das Holz her und mit welchem Öl habt ihr das Holz wie behandelt?
    Ich möchte das ganze als Bücher/Weinregal und als Katzenspielwiese gestalten.
    Maße ca. 240*300*(40 oder 50).
    Mit welchen Kosten kann ich da ungefähr rechnen?

    Eure Wohnwand hat mich echt inspiriert und ich freue mich auf eine Antwort von euch.

    Liebe Grüße
    Christian Weissgerber

    Antworten
  2. Christian

    Hallo Christian,

    das Holz haben wir – bzw. Eltern und Schwiegereltern – aus allen möglichen Quellen gebraucht zusammen gesucht. Was das neu kosten würde möchte ich mir garnicht vorstellen. Behandelt haben wir das „Altholz“ mit Clou Hartwachsöl und die wenigen neu gekauften Kanthölzer mit einer Mischung als dem gleichen Öl und etwas dunkler Lasur um die Farbe anzupassen.

    Zu den Kosten kann ich somit also leider nichts sagen. – Sorry.

    Viele Grüße und vielen Dank für das tolle Feedback,
    Christian

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.