Fuhrparkerweiterung im Stil von Mission Wohn(t)raum!

Seit nunmehr fast vier Jahren beschäftigen wir uns schon mit dem Projekt Eigenheim. Angefangen mit den Besichtigungen von fertigen Häusern zum Verkauf, über die Besichtigung von Musterhäusern zum Bauen, Bauvorbereitungen, Bauphase mit allem drum und dran über das Einleben und Verschönern des Innen- und Außenbereichs hat dieses Projekt enorm viel an Zeit geschluckt. Wir merken jetzt aber immer wieder, dass zwar noch lange nicht alles fertig ist, wir aber nun auch anderen Dingen in unserem Leben wieder mehr Zeit widmen wollen.

Urlaube sind da so eine Sache! Schon seit einiger Zeit ist CK quasi nebenher dabei unser auserwähltes Reisemobil – einen Jeep Wrangler TJ – in der Garage wieder fahrtauglich zu machen. Eine ausgiebige Unterbodenpflege und der Einbau einiger neuer Elemente haben diesen radikalen Schritt notwendig gemacht. Naja, jeder Mann braucht ein Hobby, oder?

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Da unser Reisemobil jedoch nun schon seit einiger Zeit ohne seine Reifen in der Garage steht, haben wir uns einen Kurzurlaub mit Freunden in den Niederlanden dann mal mit Dachzelt auf meinem kleinen Swift gegönnt. Und was macht man so in Holland? Na, Fahrradfahren natürlich! Sehr zu meinem Leidwesen, da ich seit fast 12 Jahren kein Fahrrad mehr gefahren bin und es auch nicht vorhatte zu ändern. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt und so radelten wir fröhlich zu sechst von unserem Campingplatz in die nächst größere Stadt.

Ich konnte so also feststellen, dass 1. Fahrradfahren nicht soooo schlecht ist, wie ich es mir immer wieder ausgemalt habe und 2. die Holländer viel schönere Fahrräder haben als wir! Und so kam es also, dass ich mir ein neues Fahrrad gegönnt habe:

Das Modell Miss Grace von Gazelle

Dieses haben wir auf unserer Reise in Holland sehr oft in Fahrradläden gesehen und von dem Vintagedesign des Fahrrads war ich gleich… angetan (- begeistert wäre jetzt doch etwas übertrieben, die Begeisterung kam dann, als in mir der Wunsch aufkeimte, das Rad zu kaufen und ich es mir im Netz intensiver angeschaut hatte. -). In den vorderen Gepäckträger war ich jedoch gleich verliebt! Die Tatsache, dass ich nicht ohne Aufwand meine Handtasche auf dem Fahrrad mitnehmen konnte – sind unsere deutschen Gepäckträger hier doch meines Erachtens ungeeignet – war schon mit einer der Gründe, dass ich nicht gerne mit dem Fahrrad unterwegs war. Und einen einfachen Korb für die Lenkstange… neee, ich wollte kein Omarad haben… Die Holländer sind uns hier meines Erachtens schon weit voraus. Und mit dem Modell Miss Grace hat Gazelle in Punkto Alltagsrad einen guten Geschmack bewiesen.

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Mit viel Liebe zum Detail! So werden nicht nur der Sattel und der Rahmen mit Schrift und Schnörkeln verziert, es gibt sogar am Rahmen eine Metallplatte, die das Motto des Modells zusätzlich gut zur Geltung kommen lässt. Ebenfalls gefällt mir die Farbzusammenstellung von braun und weiß sehr gut.

Und wie sagte meine beste Freundin nach dem Fahrradkauf so schön: „Ihr könnt aber auch nichts einfach mal so lassen, wie es ist, oder?“ Nein können wir nicht… komplett braune Reifen stehen dem Rad nun mal noch besser als nur mit braunem Streifen an der Seite… Nun bin ich noch auf der Suche nach einer schönen Kiste für meinen vorderen Gepäckträger. Ich scheue mich noch ein wenig davor mir eine alte Weinkiste zu bestellen, da wir so ein verflixtes Ding hier irgendwo herumfliegen hatten, es derzeit aber nicht wiederfinden…

theTRANSPORTR

Um mir die Möglichkeit – und vor allem das Geld – zu geben, mir ein Fahrrad zu kaufen, hat CK sich von einem seiner beiden Fahrräder getrennt. Neben einem BMW Tourenrad hat CK bis vor kurzen nämlich noch ein Mountainbike besessen, allerdings max. 2 Mal im Jahr gefahren.

Und als der Fokus von uns dann auf Fahrräder gelegt wurde und auch noch der Geburtstag von CK anstand war schnell klar, dass auch das BMW Rad nicht mehr lange in seiner ursprünglichen Form bestehen bleibt.

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Wer Lust hat mehr über die Projekte zu erfahren, kann hier auf dem Blog theTRAVELR von CK vorbeischauen. Wir sind nämlich nicht nur rund um unser Haus oder bei unseren Fahrrädern etwas eigenwillig, auch unser geliebter Jeep wird hier sein ganz eigenes Design erhalten.

6 Gedanken zu „Fuhrparkerweiterung im Stil von Mission Wohn(t)raum!

  1. Marc

    Schick sind die Fahrräder ja – Aber für Touren? Da liebe ich mein (Fast-)Rat-Bike (http://www.ich-bin-heimwerker.de/2013/04/10/fahrrad-saison/). Allerdings fahre ich auch über 40 Kilometer am Tag – Sofern ich mich durchringen kann. Vorher hatte ich eine Art Moutain Bike und wenn ich mir bei den hier gezeigten Fahrrädern die dicken Reifen anschaue, wird mir ganz anders :-)

    Bei uns in der Gegend fahren auch viele mit den sog. Beach-Cruisern oder Downhill-Bikes rum – In der Praxis sind die wohl kaum für mehr als eine Handvoll Kilometer in der Ebene oder bergab geeignet.

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    1. Christian

      Hi Marc!

      Naja, ich glaube die Tourenfähigkeit der Räder schätzt du jetzt aber irgendwie ein bisschen zu schlecht ein.

      Das Miss Grace hat eine Nexus 7 die zwar mit ca. 245% Übersetzungsumfang etwas weniger Auswahl bietet als deine Nexus 8 mit 305%, dafür aber mit einer angenehmen Schrittweite von 15,5% glänzen kann.

      Zum Thema Rollwiderstand: Das Mountainbikes vergleichsweise schlecht rollen liegt an Phänomenen, die durch die Stollen verursacht werden und nicht an der Reifenbreite. Bei gleichem Luftdruck rollen breite Reifen besser als schmale. Die Aufstandsfläche ist von Luftdruck und Radlast abhängig (A = F/p). Bei schmalen Reifen ergibt sich ein also ein ungünstigeres Abrollbild, das mehr Walkarbeit benötigt. Man kann mit breiteren Reifen je nach Luftdruck also entweder bei gleichem Komfort leichter voran kommen oder bei gleichem Kraftaufwand besser gefedert unterwegs sein. http://www.schwalbe.com/de/rollwiderstand.html

      Und warum mein BMW Tourenrad somit nur auf Grund der Lackierung nicht für Touren geeignet sein soll… keine Ahnung.

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    2. Judith Beitragsautor

      Nun ja, ich bin nun seit 12 Jahren kein Fahrrad mehr gefahren und fange jetzt sicher nicht mit 40 Kilometer am Tag an. Bin ja froh, wenn ich 5-6 Kilometer durchhalte… ;-)

      Für mich war daher bei der Wahl des Fahrrads nicht die „Tourenfähigkeit“ ausschlaggebend, sondern eher die Sitzposition auf dem Drahtesel. Durch mein Carpaltunnelsyndrom ist das Fahrradfahren mit aufgestützten Händen nach längerer Zeit schmerzhaft. Auf meiner Gazelle kann ich nun mit graden Rücken und ohne Druck auf die Hände fahren. Einziger Nachteil des Fahrrads ist das recht hohe Gewicht, ansonsten läuft es wirklich super.

      Ich liebäugel für Touren mit mehr Kilometer sowieso mit einem unterstützenden Antrieb, vor allem da wir im BEGISCHEN wohnen, aber dafür heißt es noch etwas sparen.

      Übrigens beim Thema Fahrrad mit CK nicht streiten. ;-) Da er sich seit seiner Kindheit mit kaum ein anderem Thema so intensiv beschäftigt hat, habe ich da blindes Vertrauen in ihm, dass er mich kein Blödsinn kaufen lässt. ;-)

      Übrigens hast du einen echt interessanten Gepäckträger, den habe ich in der Tat zuvor noch nie gesehen. Scheinbar sehr praktisch für Rucksäcke, ich hätte da nur Angst, dass die Bänder in die Speichen wandern.

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      1. Marc

        Ich bin vor einiger Zeit darauf gestoßen, dass, je aufrechter die Position, desto stärker die Belastung auf die Wirbelsäule. Aber perfekt wird es wohl nie.

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        1. Judith Beitragsautor

          Hier rauf antworte ich mal mit einem Zitat aus einem Interview genommen von der Seite http://www.orthopaede.com
          „Die Halswirbelsäule wird oft überstreckt und die tiefe Rückenpartie um die Lendenwirbelsäule wird gebeugt. Das kann zu Reizungen an den Nervenaustrittspunkten aus dem Wirbelkanal führen. Auch die Bandscheiben können verschleißen allerdings stark abhängig von der Fahrposition und damit vom Fahrradtyp.
          Wofür plädieren Sie denn: Hollandrad oder Rennrad?
          Eindeutig: Hollandrad. Darauf sitzt man in fast natürlicher Position, aufrecht und mit geradem Rücken, die Arme ausgestreckt.“

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