Upcycling… Mal eine Nummer größer.

So wirklich produktive Projekte haben wir in letzter Zeit leider nur wenige vorgestellt. – Und das liegt noch nicht einmal wirklich daran, dass wir untätig gewesen wären. Irgendwie haben wir nur an so vielen Sachen parallel gearbeitet, dass es zum einen kaum erwähnenswerte Fortschritte pro Projekt gegeben hat und zum anderen wir auch kaum Zeit zum Bloggen gefunden haben.

In den letzten Tagen haben wir uns mal wieder „ein bisschen strukturiert“ und unsere offenen und anstehenden Projekte ein neu priorisiert. Ein „Opfer“ dieser neuen Reihenfolge ist unser Gartenhaus. Das wir eines Bauen wollen bzw. damit angefangen haben, wurde ja schon das eine oder andere mal erwähnt…

Unser Upcycling-Gartenhaus

In den letzten Wochen haben wir einige Tage (mal mit Hilfe von Marco und mal mit Hilfe von Schwiegervater – vielen Dank!) damit verbracht mit unserem Gartenhaus weiter zu kommen. Der Platz, den Balkenmäher, Motorsense, Gartenwerkzeug und Co in der Garage wegnehmen und der Schandfleck „Betonmischer“ zwischen Haus und Garage wollen schließlich einen Platz bekommen.

Nachdem ich rund um den Grundriss des Gartenhauses auf unserer gepflasterten Fläche in der hintersten Ecke des Gartens eine Lage Balken mit entsprechenden Balkenschuhen festbetoniert habe, konnte auch in die Höhe gebaut werden: Zuerst haben wir also an einem Sonntag im strömenden Regen das „Skelett“ des Gartenhauses errichtet. Hier fand dann auch das Upcycling statt: Das Gartenhaus besteht komplett aus Balken und Kanthölzern die meine Eltern und Schwiegereltern aus den verschiedensten Quellen zusammengetragen haben. Wenn man bedenkt, was Holz im Baumarkt kostet wirklich eine gigantische Ersparnis.

Balken befestigt

Der nächste Schritt war dann das Dach: Auf die Unterkonstruktion folgte also eine Lage OSB-Platten, die darauf hin mit Bitumenbahnen abgedichtet wurde. Eine recht anstrengende, klebrige und heiße Angelegenheit. Meine Schuhe haben die Hitze des Brenners zum Aufschmelzen des Bitumens jedenfalls nicht überlebt. Dafür ist das Dach jetzt aber schonmal wetterfest und die gepflasterte Fläche komplett überdacht. Wirklich toll jetzt einen zumindest halbwegs wettergeschützen Platz im Garten zu haben. Das noch vorhandene Bauholz und der Betonmischer werden es uns über den Winter danken.

Der bisher letzte Arbeitsschritt war das einsetzen von zwei Türen. Eine alte Wohnungstür, die Schwiegervater irgendwo aufgetrieben hat als „Personeneingang“ und dann noch eine selbstgebaute Tür (oder eher schon ein Tor) – ebenfalls aus upgecycletem Holz – für den Balkenmäher und später dann normalen Rasenmäher oder -traktor.

Wie es weitergeht…

Ja, erstmal gar nicht. Da wir die Gesamtanzahl offener Baustellen reduzieren wollen, muss sich das Gartenhaus erstmal hinten anstellen. Einerseits aus zeitlichen Gründen, andererseits aber auch aus Kostengründen. Was Bau- und Konstruktionsholz (vor allem im Baumarkt) kostet geht nämlich wirklich auf keine Kuhhaut mehr. Schalbretter für die angedachte Boden-Deckel-Schalung kosten im Baustoffhandel zwar schon nur noch die Hälfte des Baumarktpreises, aber das sind immer noch einige hundert Euro, die wir erstmal in andere Vorhaben investieren wollen (bzw. schon haben).

4 Gedanken zu „Upcycling… Mal eine Nummer größer.

  1. WSR

    Eigentlich schade um die schöne Holzhütte. Gefällt mir gut.

    Aber sollte das Z bei der Tür nicht andersrum sein, damit es die Türe nicht verzieht?

    Antworten
    1. Christian Beitragsautor

      Hm… mag sein. Wusste ich vorher nicht. Aber da es anscheinend nur ein Problem ist „wenn sich die Verbindungen lösen“, gehe ich bei den gefühlten 100 Spax-Schrauben in Streben und Brettern davon aus, dass es kein Durchhängen geben wird.

      Antworten
  2. Kathreen von "Mach mal"

    Die Problematik verstehe ich ziemlich gut. Aber das ist wirklich schade, weil das Gartenhaus bis jetzt wirklich gut aussieht. Das läuft aber schon nicht weg. Daran kann man später einfach weitermachen und dann bin ich auf das Endergebnis gespannt :-) Liebe Grüße, Kathreen von „Mach mal“

    Antworten
    1. Judith

      Das war der Gedanke dahinter, wir wollen das Gartenhaus ja auch nicht auf ewig halb fertig im Garten stehen haben. ;-)

      Es ist aber auch ein schönes Projekt, dass auch bei nicht so tollen Wetter angegangen werden kann. Also wer weiß, wann das Stündlein schlägt.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.