Lautsprecher

Unser Heimkino ist endlich fertig! Nach langen Jahren mit einer total veralteten Media-Ausstattung haben wir jetzt unser persönliches Rundum-Glücklich-Paket installiert und kein einziges Element unserer alten Heimkino-Anlage übernommen.

Seit fünf (!) Jahren steht die BluRay Dust to Glory – eine bildgewaltige Reportage über die Baja 1000 – nun schon in unserem DVD-Regal. Wir hatten weder einen HDCP-fähigen Monitor, noch einen BluRay-Player. Das hat sich jetzt geändert… In nächster Zeit werde ich die neue Ausstattung nach und nach vorstellen. Heute mache ich den Anfang mit den neuen Lautsprechern.

Das Zentrum unseres persönlichen Wohn(t)raums soll natürlich das Wohnzimmer sein. Wohnlichkeit und Gemütlichkeit sind uns in diesem Raum deutlich wichtiger als das Letzte aus unserer Heimkino-Ausstattung herauszukitzeln. Lautsprecher vernünftig in einem Raum zu integrieren ist nämlich gar nicht so einfach. Vor allem wenn diese das Raumkonzept nicht stören sollen. Aus diesem Grund mussten wir in die Auswahl der HiFi-/Heimkino-Komponenten ein bisschen mehr Hirnschmalz stecken als einfach die Testsieger in der passenden Preisklasse zu kaufen.

Vier Hauptlautspreccher

Als begeisterter und beruflicher Akustiker war für mich klar, dass im Eigenheim vernünftige Lautsprecher installiert werden müssen. Das grobe Konzept für unser Heimkino stand schon vor den Grundmauern des Hauses… Für die Lautsprecher eines 5.1-Systems habe ich also schon im Rohbau die Leerrohre verlegt. Front, Surround, Center und Subwoofer. – Alle nötigen Kabel verlaufen also unterputz. Optisch auf jeden Fall ein riesiger Gewinn gegenüber dem üblichen Kabelgewirr. Auf einer Dienstreise stach mir in einem Zeitschriftenladen im Flughafen eine Ausgabe der HOBBY HiFi ins Auge: Das Cover zierte ein runder, wandmontierter Kompaktlautsprecher: Der Bamboo II.

Kurz zum betreffenden Artikel geblättert stellte ich fest, dass die Lautsprecher genau das sind, was wir für unser Heimkino brauchen: Gutaussehende, sehr kompakte, wandmontierte Lautsprecher, die sehr sauber und viel größer klingen als sie sind. Also ging es erstmal ins Dänische Bettenlager um Bambusschalen zu kaufen. – Die Zeitschrift HOBBY HiFi enthält nämlich ausschließlich Bauanleitungen für Selbstbau-Lautsprecher und der Bamboo II ist ein Modell, dass primär aus einer Bambusschale besteht.

Optisch fallen „die Kleinen“ gerade schon noch etwas auf, da die Farbe nicht ins Wohnzimmerkonzept passt, aber das wird Judith bald noch ändern. Passende Servietten für eine serviettentechnische Oberflächenoptimierung liegen schon bereit. Um so besser passen die Bamboo II aber in das akustische Konzept. Den ersten Test mit Musik und Avatar 3D haben sie schon bestanden. Die Lautsprecher sind hinreichend pegelfest und der Klang ist wirklich äußerst klar. Die Bamboo II integrieren sich harmonisch und (trotz der größenbedingt hohen Trennfrequenz) ohne hörbare Filterartefakte in den Gesamtklang. – Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert. ;-)

Centerspeaker

Der optimale Standort unseres Centerspeakers ist leider etwas problematischer. Deshalb war ursprünglich kein Center geplant… Aber da die Hauptlautsprecher so klein sind, wollte ich dann irgendwie doch auf Nummer sicher gehen und einen pegelfesten Center mit ordentlich „Wumms“ verwenden, der in Herr der Ringe auch bei Gandalfs „Bilbo Beutlin, halte mich nicht für jemanden, der mit faulem Zauber arbeitet!“ nicht in die Knie geht. Die Entscheidung fiel also auf das Modell Heco Victa Center 101 in der Farbe Espresso (dunkelbraunes Holz). Der Center hat zwei 120mm-Tiefmitteltöner und einen 20mm-Hochtöner… die perfekte Ergänzung für das restliche System. Der Center sollte nämlich in der Regel tendenziell etwas leistungsfähiger ausgelegt sein als die Hauptlautsprecher.

Zurück zum Problem: Der Center sollte frontal vor unseren Balkontüren stehen um optimal zu wirken. Die einzige Lösung war schnell klar: portabel. Vor den Türen steht natürlich kein passendes Möbel um den Center darauf zu platzieren. Ein unter der Leinwand auf dem Boden stehender Center macht aber keinen Sinn. Der Heco Victa Center 101 hat also ein besonderes Highlight bekommen…

heco victa center 101 füße

Um die passende Höhe zu erreichen und den Centerspeaker gut in den Raum zu integrieren, haben wir erneut in den alten Wäschekorb mit alten Möbelfüßen geschaut und sind fündig geworden. Mein Dad hatte die von der Länge her perfekt passenden, schlanken Möbelfüße an beiden Enden mit einer M6-Gewindestange versehen. Praktischerweise waren die Gummifüße des Centerspeakers mit M6-Gewinde in Einschraubhülsen eingeschraubt… so musste ich nur an einem Ende die Gewindestange gegen die Original-Gummipuffer austauschen und am anderen Ende die Gewindestange etwas kürzen und fertig war der Solitärmöbel-Center.

Klanglich konnte sich der Heco Center bei Avatar schon von seiner besten Seite zeigen.

Subwoofer

Beim Subwoofer war mir Tiefgang für den Einsatz bei Filmen am wichtigsten. Die Wahl fiel also auf ein mit einem 300mm-Chassis ausgestattetes Modell. Tiefe untere Grenzfrequenzen sind nämlich bei kleinen Subwoofern eher selten und schon gar nicht bei eher günstigen Modellen zu haben. Die Ausmaße des Subs erscheinen natürlich auf den ersten Blick ein bisschen „overpowered“ für die restliche Ausstattung…

magnat monitor supreme sub 302A

Der Subwoofer Magnat Monitor Supreme Sub 302A passt in der Farbe „mocca“ optisch aber perfekt zum Centerspeaker und wird vom Sofa weitestgehend verdeckt. Das Gesamtbild des Raums wird durch den Sub 302A also nicht gestört.

Klanglich fügt sich der Magnat Subwoofer äußerst unauffällig in das Gesamtsystem ein. Nie dröhnt der Sub und auch bei sehr tiefem Grollen (Raumschiff-Antriebe, etc…) sind keine Windgeräusche aus dem Bassreflexrohr zu vernehmen. – Sehr gut!

Zone 2

Zwei Lautsprecher fehlen aber noch… Unser Denon AV-Receiver unterstützt nämlich sieben Lautsprecher. Ein 7.1- bzw. 7.2-System ist für unser Wohnzimmer aber auf Grund der Hörposition nicht sinnvoll. Die Zwei überschüssigen Lautsprecherausgänge können also für eine Zone 2 – sprich: unser Esszimmer – genutzt werden. Dort werden wir aber zu 99,9% Musik hören wollen, so dass hier eher auf Musikgenuss optimierte Lautsprecher eingesetzt werden können.

In einen Hersteller habe ich mich dabei schon verguckt: KEF. Eines der Modelle XQ3, IQ3 oder IQ30 wird es wohl werden. Im Esszimmer werden die Lautsprecher dann in Deckennähe mit entsprechenden Haltern an der Fachwerkwand befestigt. Bis es dazu kommt wird es wohl noch etwas dauern… Hoffentlich aber keine weiteren fünf Jahre.

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