Erste Technik im Kinderzimmer: Rommelsbacher IW 604/E

Nachdem sich unsere Wandgestaltung im Kinderzimmer immer mehr dem Ende zuneigt, gehen wir nun das nächste wichtige Thema an: dem Wickeln! Als erstes Möbelstück ist bei uns der Wickeltisch STUVA von IKEA eingezogen, so dass sozusagen die Basis schon mal da ist. Aber es benötigt ja doch noch einiges mehr – vor allem bei einem Winterbaby und einer notorisch unterkühlten Mutter. ;-)

Wir haben daher mal wieder einige Recherchen gestartet, um einen passenden Wickeltisch-Heizstrahler für uns zu finden. Und sind nun auch fündig geworden mit dem:

Rommelsbacher IW 604/E

Der Rommelsbacher IW 604/E ist das einzige Modell an Wickeltisch-Heizstrahlern der Firma Rommelsbacher, dafür jedoch gut durchdacht und in vielen Testberichten mindestens unter den den besten 5 Heizstrahlern für Babys – oft Testsieger oder auf dem 2. Platz! Mit einem Anschaffungspreis von ca. 50€ gehört er zwar zu den teureren Modellen, aber halt auch zu den Besten. So punktet das Modell vor allem wegen seiner guten Verarbeitung und den qualitativ hochwertigen Material, das Gehäuse besteht nämlich aus gebürstetem Edelstahl. Qualität ist ja doch durchaus ein Kriterium, nach dem wir gerne Auswählen, aber gerade bei Geräten für Babys und Kleinkindern ist dies doppelt wichtig, da es auch um die Sicherheit geht.

Besonderer Vorteil: Sicherheit ist oberstes Gebot

Durch das Gehäuse aus Edelstahl entsteht kein unangenehmer Geruch, wie es beispielsweise bei manchen Modellen aus Plastik vorkommen kann. Aber auch kleine Anpassungen machen das Gerät besonders sicher: Die Lamellen vom Schutzgitter sind nach innen gewölbt, so dass auf der Außenseite keine scharfen Kanten entstehen. Der Quarz-Heizstab ist aber zusätzlich noch durch einen Schutzschlauch ummantelt, so dass erhöhte Sicherheit bei einem Splittern des Heizstabes besteht. – Eine Eigenschaft, die ich bei anderen Modellen nicht gefunden habe… Eine Kontrolllampe zeigt zuverlässig den laufenden Betrieb an. Zudem ist das Gerät durch ein praktisches Zugseil ein und aus zu schalten, dieses ist durch ein Plastikring vor vorzeitigem Durchscheuern geschützt. Es sind eben oft die kleinen Dinge die zählen!

Technische Angaben

Verbaut ist im Rommelsbacher IW 604/E ein Quarz-Heizstab der besonders energieeffizient ist und sorgt mit der Infrarottechnik für sofortige Wärme. Das sehr schnelle Aufheizen wird in sämtlichen Testberichten ebenfalls als besonderer Pluspunkt erwähnt. Wir kamen auf ca. 15 Sekunden bis die ersten Wärmestrahlen spürbar sind und ca. 30 Sekunden bis die volle Heizleistung da ist. Ein minutenlanges Vorheizen kann man sich da getrost sparen. ;-) Die Heizleistung ist mit 600 Watt für die Anwendung am Wickeltisch auch völlig ausreichend und im empfohlenen Bereich. Da finde ich es auch völlig in Ordnung, dass nur eine Leistungsstufe vorhanden ist, manche Geräte haben bis zu zwei Leistungsstufen, die aber teilweise mit 800 Watt schon sehr hoch sind. Die Umgebungstemperatur sollte im Kinderzimmer für den Schlaf des Babys bei ca. 18 Grad liegen, beim Wickeln liegt das Baby aber oft länger nackig und somit sind kurzfristige Temperaturen von bis zu 25 Grad völlig in Ordnung. Länger als 10 – 15 Minuten sollte die Wärmelampe jedoch nicht auf das Kind strahlen.

Hier ist dann auch ein kleiner Kritikpunkt am Modell Rommelsbacher IW 604/E: Er besitzt keine Abschaltautomatik. Für den späteren Gebrauch zu anderen Zwecke beispielsweise dem Heizen im Wintergarten, ist dies aber auch wieder durchaus ein Vorteil. Zudem gibt es Modelle mit Abschaltautomatik, die sich wohl längere Zeit danach nicht mehr anschalten lassen und hier als Notlösung kurz der Netzstecker gezogen werden muss. Es kommt also ganz auf die individuellen Wünsche an. Notfalls hilft eine Eieruhr dabei, die Zeit nicht aus den Augen zu verlieren. Besonders zu erwähnen ist auch noch, dass das Gerät keine Luftumwälzung praktiziert und somit geräuschlos betrieben werden kann. Dies freut natürlich besonders den Akustiker im Haus. ;-)  Ein zweiter Kritikpunkt ist oft das mit 1,80 m etwas kurze Netzkabel.  Vor allem, da das Gerät nicht direkt über eine Steckdose gehängt werden soll, benötigt man in den meisten Fällen schon noch eine Verlängerung. – Wir werden uns mit der Kabelführung noch eine praktische Lösung einfallen lassen müssen.

Die Montage

Der Rommelsbacher IW 604/E hat die Maße: 54 cm x 12,5 cm x 13 cm und einen Neigungswinkel von 40 Grad. Mit letzterem liegt er bei den Heizstrahlern eher im mittleren Bereich. Als Winkelnder bekommt man somit einen Großteil der Wärme ab, wahrscheinlich ist dies aber auch durchaus gewollt, da die direkte Strahlungswärme für die Kleinen sonst etwas viel wird. Die Mindestabstände sind in der Montageanleitung gut verständlich aufgelistet: zum Boden sollten 180 cm,  zum Wickeltisch sollten 100 cm, zur Decke 35 cm und seitlich zur Wand 20 cm Abstand bestehen. Leider konnten wir durch die Schräge letzteres nicht 100%ig einhalten.

Um dennoch möglichst in den Maßen zu bleiben sind wir daher mit dem Wickeltisch weiter zur Tür gezogen. Jetzt sitzt zwar der Tiger nicht mehr mittig auf dem Wickeltisch, sieht aber gar nicht so schlecht aus… Zwei Dübel und zwei Schrauben zur Wandbefestigung werden mitgeliefert, die Anbringung ist recht einfach und macht einen stabilen Eindruck.

Fazit

Der erste Eindruck vom Rommelsbacher IW 604/E fällt bei uns sehr positiv aus. Er bietet die notwendige Qualität und maximale Sicherheit. Die Heizleistung ist topp und energieeffizient. Lediglich das recht kurze Netzkabel sorgt bei uns noch für ein Stirnrunzeln. ;-)

2 Gedanken zu „Erste Technik im Kinderzimmer: Rommelsbacher IW 604/E

  1. Nils

    Wir haben einen „herkömlichen“ Heizstrahler und sind ähnlich zufrieden und haben auch ähnliche Kritikpunkte. Die „Höhenangaben“ in der Anleitung halte ich für Quatsch. Wir müssten den Strahler ca. 20cm deutlich niedriger anbringen, damit nicht der Großteil der Wärme beim Wickelnden, sondern beim Kind landet. Zum Glück haben wir das vorher ausgetestet.

    Wir haben zwar keinen Infrarot-Strahler, aber auch da merke ich nach 15-30 Sekunden schon deutliche Wärme. „Minutenlanges Vorheizen“ ist hier also gar nicht nötig.

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    1. Judith Beitragsautor

      Hallo Nils,

      wir haben uns in der Tat erstmal sklavisch an die Anleitung gehalten, weil wir dachten, es hat wohl einen Sinn. ;-) Daher Danke für den Tipp, mal schauen, ob wir das noch nachträglich ändern müssen. Erstmal probieren wir es nun aber „korrekt“ aus…

      Liebe Grüße
      Judith

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