Ökologische Fußspuren in der Küche – Nachhaltig vom Regalbrett bis zum vollen Obstkorb!

Unsere Welt befindet sich merklich im Wandel: Der Klimawandel ist in aller Munde und nun ist es an uns zu handeln! Ressourcenschonend leben gehört ebenso zum Klimaschutz dazu wie auch nachhaltig einkaufen und umweltbewusst mit Lebensmitteln umgehen – denn Nachhaltigkeit und ressourcenschonendes Leben ist mehr als nur ein Trend! Es ist eine Notwendigkeit geworden und jeder von uns sollte versuchen, mit kleinen Veränderungen im Alltag seinen ökologischen Fußabdruck etwas geringer zu halten. Es fängt bereits beim Einkaufen an, geht über energieeffizientes Kochen in der nachhaltigen Küche und endet beim Einlagern der Reste wie beim Anbauen im heimischen Garten.

Nachhaltige Kücheneinrichtung mit dem Umweltzertifikat

Wir leben inmitten einer eher umweltfeindlichen Welt des Plastiks, Konsumterrors und eines boomenden Elektronikmarktes. Wer seinen ökologischen Fußabdruck klein halten möchte, kann damit am besten in den eigenen vier Wänden beginnen.

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Einfach Vollholz, nachwachsende Rohstoffe, statt Pressspan oder Plastik nehmen. Wer nachhaltig leben möchte und unsere Umwelt schützenswert findet, der kann mit ein paar kleinen Veränderungen bereits seinen Beitrag leisten. Denn eines sollte jedem klar sein: Nicht erst bei der täglichen Arbeit in der Küche oder beim Einkaufen der Lebensmittel im Supermarkt, sondern bereits beim Möbelkauf entscheidet sich das Ausmaß des Fußabdrucks, den die Küche im Laufe ihres Lebens hinterlässt. Billig importierte Tropengehölze und chinesische Kunststoff-Massenware machen es den heimischen Holzarten und vielen Naturmaterialien schwer. Wer kann, greift zu nachwachsenden Rohstoffen sowie recycelten Materialien. Letztendlich muss für das Mobiliar der Wald seinen Kopf hinhalten, auch wenn sich um nachwachsende Rohstoffe handelt. Ein Blick auf entsprechende Umweltsiegel und die Herkunft der Materialien ist ratsam, wenn man die hauseigene Naturküche auf ihr ökologisches Herz und sozialverträgliche Nieren abklopfen möchte. Und selbstredend sollte man auch beim Kauf der Elektrogeräte auf gute Energieeffizienzklassen achten! Der Kauf einer neuen Küchenzeile sollte wohl überlegt sein, denn nichts schadet der Umwelt mehr, als alle paar Jahre frischen Wind in die eigenen vier Wände bringen zu wollen und die Küche erneuern bzw. austauschen zu müssen.

Zu den beliebtesten natürlichen Materialien gehört der Naturstein als Arbeitsplatte sowie Vollholz für die Regale und Schränke. Naturstein kommt aber nicht nur als Platte zum Einsatz, sondern ist auch sehr elegant als Frontverkleidung. Der warmkalte Mix aus Holz und Stein bildet ein wahres Dreamteam und wirkt hochwertig sowie modern. Wer noch mehr für die Umwelt tun möchte, achtet auch auf die Herkunft der Naturmaterialien. Besonders schön sind beispielsweise Natur-Küchen aus dem Holz der mitteleuropäischen Erle. Kurze Wege zwischen Material- und Produktionsstandort sowie dem Endkunden fallen ebenso in die Kategorie „umweltfreundlich handeln“.

Kaufen oder selbst anbauen

Wer nachhaltig leben und seinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich halten möchte, hat es heutzutage nicht so leicht. Dennoch gibt es beim Thema Kochen einiges, was man beachten kann, um umweltbewusst zu handeln. Wer unseren Planeten schützen möchte, beginnt damit bereits beim Einkaufen:

  1. Bei Flaschen und Dosen lieber zu Mehrweg statt Einweg greifen
  2. Obst und Gemüse ohne Plastikverpackung nehmen
  3. Wiederverwendbare Taschen und Körbe nutzen
  4. Regional wie saisonal vom Wochenmarkt einkaufen
  5. Bedarfsgerecht in vernünftigen Mengen rechnen
  6. Auf Qualität statt Quantität setzen
  7. Regionale Bauern, Imker, Käsereien und Metzger unterstützen

Noch besser ist es natürlich, die gewünschten Obst-, Gemüsesorten und Kräuter selbst im eigenen Garten anzubauen.

Ressourcenschonend kochen

Ist die Naturküche erst einmal aufgebaut und installiert, kann das große Kochen beginnen! Hierbei kann man auf ein paar Kleinigkeiten Acht geben, um Ressourcen zu schonen:

  • Ein Lieferservice kostet Geld und verpestet die Umwelt mit seinen Abgasen auf dem Transportweg. Große Ketten kochen zudem selten mit regionalen Zutaten vom Biobauern, sondern bedienen sich der preisgünstigen, industriellen Massenware. Kocht deshalb selbst, auch wenn es Arbeit macht. Es lohnt sich!
  • Wer das Hamster-Gen in sich trägt, kann gern ein oder auch zwei Portionen mehr zubereiten und sie für das Lunch-Paket des nächsten Tages bunkern oder einfach einfrieren, falls mal der kleine Hunger gepaart mit dem inneren Schweinehund kommt.
  • Nichts verkommen lassen! Lebensmittelreste müssen nicht in die Tonne oder auf den Kompost wandern, sondern können kreativ verwertet werden! Unter dem Stern des „ZeroWaste“ stehen viele außergewöhnliche Haushaltstipps und Rezeptideen, wie Lebensmittelreste noch genutzt werden können!
  • Wenn man kocht, dann bitte energieeffizient! Dazu gehört ein Deckel auf den Topf und dieser auf ein passendes Kochfeld. Vorheizen beim Ofen? Ein Mythos. Viele Gerichte kann man direkt in den Ofen schieben.

Richtig Lagern

Zu einer nachhaltigen Lebensweise gehört auch, wie man Lebensmittel richtig aufbewahrt und einlagert. Frische Milchprodukte, Fisch und Fleisch gehören in den Kühlschrank. Um diesen effizient zu nutzen, gibt es auch einen „Lageplan“ für die zu kühlenden Lebensmittel:

  • Wo kommen die Eier hin bzw. warum sind die Eier in der Tür?
  • In welches Regal gehören Fleischprodukte?
  • Warum ist das Gemüsefach ganz unten?

Antworten auf diese Fragen und warum Lebensmittel länger halten, wenn man sie in den vorgesehenen Bereich im Kühlschrank legt, das erfahrt ihr hier.

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Trockene Nahrungsmittel, wie beispielsweise Reis, Mehl oder Nudeln werden in der Regel an einem dunklen, kühlen sowie trockenem Ort gelagert. Einige Lebensmittel, wie Mehl oder Cornflakes machen in einem luftdichtverschlossenen Glas mit Schraubverschluss besonders viel her und verleihen der Küche ein aufgeräumtes Flair. Wer auf Frischhalte- oder Alufolie verzichten möchte, der greift ganz Old-School lieber zu wiederverwendbaren Bienenwachstüchern.