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Es wird gespenstisch! Und alle spinnen!

Zur Vorbereitung auf unsere Halloweenparty waren wir erneut ganz fleißig. Unsere Dekoration für Halloween wächst dabei stetig an. In diesem Jahr haben wir uns sogar zwei Halloweendekorationen mit Lautsprecher gekauft. Zwei Tage vor Halloween waren die Sachen so toll reduziert, dass wir an der Riesenspinne und dem geflügelten Tod nicht vorbei gehen konnten.

Der geflügelte Tod beobachtete all unsere Aktivitäten von der Decke (bzw. Gardinenstange) aus. Er gab bei lauten Geräuschen sein schäbiges Lachen von sich – was sehr interessant war, da er auch oft mit uns mitgelacht hat… – und bewegte seine Flügel dabei. Ein tolles Gimmick zu Halloween.

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Die Riesenspinne – liebevoll Kankra genannt – haben wir im Durchgang zum Esszimmer aufgehangen. Durch ihre zwei Meter langen Beine mussten dann alle Gäste hindurch, um zur Feier zu gelangen. Wurde dann geklatscht, gepfiffen oder die Spinne berührt, kamen gruselige Geräusche aus ihrem Mund und ihre Beine fingen an sich zu bewegen. Schaurig!

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Für die Spinne haben wir uns entschieden, da wir auch unsere selbst gebastelte Halloweendekoration in diesem Jahr den Spinnen gewidmet haben. Im Internet bin ich auf tolle Spinnennester gestoßen, die sehr simpel herzustellen sind.

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Bastelanleitung: Spinnennester

Für die Spinnennester werden vor allem viele Spinnen benötigt, wir haben uns für kleines Geld ca. 50 kleine Gummispinnen und ca. 150 größere Plastikspinnen gekauft. Für die Nester haben wir Schlauchverband für Finger und Arme aus der Apotheke genommen. Ideal sind für die Gestaltung der Nester Styroporeier, da diese die benötigte Form haben. Leider waren diese bei uns nicht vorhanden, so dass wir auf … andere… Mittel ausgewichen sind. Ich habe für unsere Nester ein Paar Socken geopfert und CK hat alte Unterhemden gespendet, die ich dann passend geschnitten habe und mit Fixierbinden in Form gebracht habe. Geht auch. ;-) Die tropfenförmigen Textilien habe ich dann in den Schlauchverband gesteckt. Gemeinsam mit CK habe ich die Spinnen dann mit Heißkleber angebracht.

Auch unsere Lampen über dem Esstisch wurden von Spinnen bevölkert. Hierzu haben wir eine Fixierbinde mittig geteilt und anschließend leicht auseinander gezogen, damit „Spinnenweben“ entstehen. Mit Heißkleber haben wir auch hier die Spinnen befestigt und anschließend das Band an die Lampe geknotet. Weitere Spinnen haben sich am Bindfaden von den Lampen gehangelt oder sind einfach über diese gelaufen. Zwischen den Lampenschirmen haben wir übrigens zwei Winkelleisten gelegt und auf diese unsere Weihnachtskerzen (batteriebetrieben und per Funk steuerbar) geklipst. Dies hat an Halloween ein stimmungsvolles Kerzenlicht gespendet ohne das Brandgefahr bestand.

Zuletzt haben wir noch 5 Gespenster gebastelt. Dazu haben wir auf unser schon öfter verwendetes Rezept zur Härtung von Stoff zurückgegriffen.

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Bastelanleitung: Halloween- Geister

Das Komplizierteste am Gespensterbasteln ist es wohl geeignete Materialien zu finden, auf die man die Geister formen kann. Wir hatten zum Glück für Weihnachten schon Styroporkugeln gekauft, die wir wunderbar als Kopfform nehmen konnten. Diese haben wir auf Glasflaschen (oder Farbeimer) gestellt und mit Hilfe von Essstäbchen (und einem Kleiderbügel) noch die Armbewegungen modeliert.

Der Körper der Geister wurde von uns aus den alten Gardinen unseres Wohnwagens gebastelt. Diese haben wir dazu selbstverständlich von den genähten Rändern befreit und auf die passende Größe geschnitten.

Damit die Geister ihre eigene Standfestigkeit erhalten, haben wir ein Gemisch aus Wasser (14 Teile), Speisestärke (3 Teile) und Essigessenz (2 Teile) erhitzt bis dieses etwas glasiger wird. Der Gardinenstoff wird in die „Suppe“ getaucht und anschließend zum Trocknen so aufgehangen, dass diese später auch ohne die Gerüste stehen. Dabei sollte man mit Frischhaltefolie die Körper vorher gut einwickeln, damit der Stoff sich gut lösen lässt. Und auch damit keine Verunreinigungen entstehen – so wie bei uns und den Farbeimern… Hätten wir diesen Beitrag doch vorher gelesen!

Selbstverständlich haben wir auch die Dekoration vom letzten Jahr wieder verwendet. Der blutige Fuß stand auf der Treppe und im Flur haben wir für unsere Gäste einen Galgen bereit gestellt. Auch unsere Einmachgläser mit Oktopus und Co. kamen wieder zum Einsatz.

Death Note: Sterben ist eine Pflicht an Halloween

Für ein Kostüm hatte ich mir vor einiger Zeit im Internet ein Death Note bestellt. Death Note ist eine japanische Manga-Serie. Das Death Note ist ein Notizbuch mit dem der Schreiber Menschen töten kann, indem er die Namen und Todesart in das Buch schreibt. Vereinfacht ausgedrückt. ;-)

Wir hatten daher in diesem Jahr eine ganz besondere Gästeliste aufgebaut. Jeder Gast konnte eine schaurig schräge Todesart für einen anderen Gast ins Buch schreiben. Lustig war´s.

Hufe! Hufe! Ein ungewöhnliches Bastelprojekt.

Wie schon erwähnt waren CK und ich in den letzten Wochen sehr mit den letzten Vorbereitungen für Halloween beschäftigt. Erklärtes Ziel war es mein Kostüm fertig zu bekommen. Seit Jahren wünsche ich mir schon ein ganz besonderes Kostüm: Ein Faunus (eingedeutscht: Faun) oder auch Satyr – ein Flöte spielender, gehörnter Waldgeist der als Mischwesen erscheint und je nach Mythologie Beschützer oder Erschrecker ist. Als Sternzeichen Widder gefallen mir an diesem Kostüm vor allem die tollen Hörner – diese sind allerdings von uns noch nicht gefertigt worden. Viel Zeit und Energie haben wir – na gut vor allem CK – in meine Schuhe gesteckt, damit ich Hufe bekomme. :-)

Bastelanleitungen gibt es im Internet einige zu finden, wir haben einen Kompromiss gefunden, der unsere handwerklichen Fähigkeiten nicht übersteigt und nicht  so aufwendig werden sollte. Letzteres hat nicht sooo gut funktioniert…

Grundmaterial:

Ich habe mir übers Internet No-Heels gekauft, da diese Schuhe schon eine gute Ausgangsform mitbringen. „Normale“ Schuhe haben eine zu große Fläche mit Bodenkontakt, hier sehen Hufen dann eher sehr komisch aus. Das Aussehen der Schuhe war zum Glück vollkommen egal und so habe ich mir recht günstig No-Heels in Leopardenoptik gekauft.

1. Schritt: Passende Grundform

Nach reiflichen Überlegungen, längeren Diskussionen und verschiedenen Ideen haben wir uns dazu entschlossen, dass ich eine Fellhose bekomme und Fell an den Hufen. Sprich: Meine Beine werden nicht durchgehend mit dem selben Fell bedeckt sein. Wir hatten uns verschiedene Faun-Kostüme im Internet angeschaut und fanden diese Variante am hübschesten. Also war der erste Schritt der, dass wir die Stiefel gekürzt und mit Polystyrol und Schrauben eine Hufform an den Schuhen befestigt haben. Dazu musste dann auch der Reißverschluss gekürzt werden, mit Draht haben wir die Enden gesichert, damit der Griff nicht zu weit gezogen werden kann. Nur mit dem Polystyrol am Schuh war das Laufen jedoch deutlich erschwert, da das Material sehr nachgiebig ist.

2. Schritt: Hufe bilden

Als nächstes hat CK aus Glasfasermatten und Harz die Hufen verstärkt und weiter ausgearbeitet. Eine seeeeehr schmierige und stinkende Angelegenheit! Ich habe nach besten Gewissen assistiert und qualifizierte Kommentare abgegeben, wie „Iiiih“ „Nicht so.“ oder „Ach mach einfach.“. ;-) Danach war der Schuh gefühlt mindestens doppelt so schwer wie vor der Behandlung, aber die Hufen sind auch seeeeehr stabil geworden! Jetzt konnte ich zwar wieder besser mit dem Schuh laufen, jedoch ist bei der Behandlung auch Glasfaser auf die Sohle gekommen und diese Erhebungen sorgten dann doch wieder für einen sehr unsicheren Gang. Aufgrund der Schuhform haben wir uns dazu entschlossen, dass ich zusätzlich zu den Hufen vorne am Schuh einen Hornstachel an meinen Absatz bekomme. – Anatomisch korrekt ist das Kostüm so oder so nicht, da der Widder als Paarhufer eigentlich Klauen und keine Hufen hat. Den Hornstachel haben wir gefertigt, indem wir einen langen Nagel in den Absatz gebohrt haben und den überstehenden Nagel ebenfalls mit Glasfasermatten beklebt haben.

3. Schritt: Spachtelmasse

Um eine schöne Oberfläche zu bekommen, hat CK mir die Hufen mit 2K-Polyesterspachtelmasse bearbeitet. Dabei hat er darauf geachtet, dass vertikale Linien entstehen, die der Hufform schon recht nahe kommen.

4. Schritt: Maniküre und Lackieren

Die Spachtelmasse war recht großzügig aufgetragen und die Rillen dadurch recht tief. Also musste der Huf vor dem Lackieren noch abgeschliffen werden. Leichte Rillen sollten jedoch bleiben, damit die Optik eines Hufes blieb. Nach dem Schleifen hat CK dann mit schwarzer Sprühfarbe (nutzen wir gerade sehr oft ;-)) die Hornschichten bearbeitet.

Klingt beim Aufschreiben alles recht einfach, ist aber in vielen Schritten eine echt schmierige, stinkende Angelegenheit gewesen und bedurfte genauer Planung und Abklebarbeiten. Also auch an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an CK! :-*

5. Schritt: Farbe!

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Endlich mal einen Schritt, den ich alleine ausgeführt habe, von der Grundierung und dem Klarlack mal abgesehen. Ich habe sehr viel Spaß gehabt die Hufen farblich zu gestalten. Dies ging auch recht schnell, da die schwarze Grundfarbe noch zu erkennen sein sollte. Also habe ich mit brauner, rotbrauner und weißer Acrylfarbe etwas Farbe und Tiefe auf die Hufe gebracht. Mit Klarlack haben wir die Farbe dann konserviert.

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6. Schritt: Fell!

Vor diesem Schritt hatten wir beide etwas Angst. Mit Hilfe von Sprühkleber wollten wir das Fell auf den Schuh bringen, da es hierfür allerdings kein Schnittmuster gibt, mussten wir improvisieren. Mit den langen Zottelhaaren keine einfache Angelegenheit, es musste ja auch der Reißverschluss noch frei bleiben, aber auch verdeckt werden. Mit Mut zum Ausprobieren haben wir es dann geschafft den ersten Schuh zu verkleiden. Der Zweite war dann schon etwas einfacher, da wir die Tücken schon kannten. Dennoch definitiv keine unserer Lieblingstätigkeiten. Mit dem Ergebnis bin ich aber mehr als zufrieden.

7. Schritt: Die Sohle

Ich hatte ja schon geschrieben, dass etwas von dem Glasfaser-Klebe-Harz auf die Schuhsohle gekommen ist. Zudem komme ich beim Gehen schon mit dem vorderen Teil der Hufe auf dem Boden. Um einen sichereren Gang zu bekommen, haben wir noch Schaumgummi auf die Sohle geklebt. Nun habe ich eine kleine Schicht, die gut abpuffert und die Unebenheiten ausgleicht. Diese ist noch nicht so ganz tauglich für den „Außeneinsatz“, aber für Halloween wird unser Boden geschont.

Fertig!

Jetzt darf sich gegruselt werden! Happy Halloween!

Mehr Halloween-Deko zum selbermachen

Auch in diesem Jahr freuen wir uns wieder ganz besonders auf: Halloween! Am Samstag gibt es bei uns nämlich wieder eine epische Halloweenparty.

Damit die Stimmung auch schön gruselig wird, sind wir auch schon fleißig bei den Vorbereitungen. Ganz besonders freue ich mich, dass ich in diesem Jahr mein Wunschkostüm (fast) fertig haben werde. Ich wollte schon immer ein Faunkostüm haben und so haben wir uns in den letzen Wochen viel mit Schuhen, Fell und Hufen beschäftigt. Da jedoch noch die Hörner fehlen, wandel ich das Kostüm zu Halloween noch etwas ab und erscheine als Dämon!

Und ein richtiger Dämon fühlt sich doch nur Zuhause, wenn seine Heimat nicht allzu fern ist. Ich habe mir daher zwei „Dämonenlöcher“ erschaffen, aus der uns weitere Dämonen beobachten und einige gequälte Seelen heraustreten wollen.

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Bauanleitung „Dämonenlöcher“

Benötigtes Material:

  • Spanplatte oder ähnlichen Untergrund,
  • Weingummi-Augen,
  • verschiedene, alte Puppenarme
  • Leim und Papier
  • schwarze und rote Farbe
  • Pinsel
  • ggf. Mullbinden

1. Schritt: Festlegen der Form

CK hat mir zwei Spanplatten wolkenförmig ausgesägt. Die äußere Form ist dabei beliebig zu wählen und bedarf keiner genauen Planung, bedacht werden sollte lediglich, dass sie an ihren Standort (wir werden unsere Dämonenlöcher an die Wand hängen) passen. Ich habe dann mein Material gesichtet und die Augen und Arme auf die zwei Platten verteilt und schon mal grob ausgerichtet. Danach habe ich Papier genommen und dieses halbiert bzw. geviertelt und zusammengeknüllt. Jedes Auge und jeder Arm hat so seine eigene Erhebung bekommen. Das Papier habe ich mit verdünntem Leim (sehr flüssig) auf die Platte geklebt. Dadurch konnte das Papier noch gut mit Finger und Pinsel geformt werden.

2. Schritt: Farbe

Als der Leim getrocknet war, hat CK die Platten komplett mit schwarzer Sprühfarbe lackiert. Und so musste es wieder alles trocknen.

3. Schritt: Augen und Arme befestigen

Nun habe ich die Augen und Arme mit Hilfe der Heißklebepistole aufgeklebt. Da ich hierfür VIEL Heißkleber haben wollte, habe ich meine alte, billige Heißklebepistole verwendet. Eine schmierige Angelegenheit, aber genau so wollte ich es ja auch haben. Die Puppenarme haben teilweise Befestigungslöcher, die unkenntlich gemacht werden mussten. Also habe ich viel Kleber unter die Arme getan und danach an den Armen den Kleber herunterfließen lassen. Bei einer Platte habe ich hierfür zusätzlich kleine Abschnitte von Mullbinden verwendet, die ich vor dem Kleben unter die Arme gelegt habe. Nun hieß es wieder trocknen, aber dies ist beim Heißkleber ja nicht sooo lange.

4. Schritt: VIEL rote Farbe!

Ich habe für jede Platte ein anderes rot gewählt, da ich mich nicht entscheiden konnte, welches ich besser finde. Die knallige rote Farbe war schon etwas älter und schon dabei zäher zu werden. Für diese Anwendung ganz praktisch, da ich viel „Blut“ für die Halloween-Deko haben wollte und diese nicht zu dünn aufgetragen werden sollte. Ich habe den Heißkleber rot angemalt und die Innenflächen des Papiers. Danach haben die Arme noch schmierige Flecken erhalten (ein Arm habe ich ganz rot gemalt – sieht auch sehr gruselig aus). Zum Schluss habe ich die gesamten Flächen noch trocken gebürstet. – Fertig. Jetzt müssen die Platten nur noch im Esszimmer aufgehangen werden. :-)

Der Fantasie sind bei solchen Bastelarbeiten keine Grenzen gesetzt. Ich habe mich etwas geärgert, dass ich damals die Puppenköpfe verkauft habe. Mit Bilderrahmen und Gips oder Pappmache kann man auch aus diesem vortreffliche Halloweendekoration basteln.

Glühende Augen in der Dunkelheit

Weitere Halloween-Deko die super schnell zu fertigen ist und kaum Material benötigt sind leuchtende Augen!

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benötigtes Material:

  • leere Toilettenpapierrollen,
  • Stift,
  • Schere und/oder Cuttermesser
  • Knicklichter
  • ggf. schwarze Farbe
  • ggf. Klebeband zum Befestigen

Bastelanleitung:

Auf die Toilettenpapierrollen werden (möglichst gruselige) Augenpaare gemalt und diese dann ausgeschnitten. Jetzt nur noch das Knicklicht in die Rolle stecken und fertig ist die gruselige Dekoration für die Dunkelheit. Um die Augen im Raum gut verstecken zu können, kann man diese schwarz anmalen.

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Je nach Wunschort müssen die Rollen mit Klebeband befestigt werden. Wir haben unseren ersten Versuch aus unserer Kaminholzkiste herausschauen lassen.

Es ist ein Couchtisch geworden! Projekt abgeschlossen!

Die regnerischen Tage zeigen fast so deutlich, wie die Weihnachtsplätzchen in den Läden, dass nun die kältere Jahreszeit angebrochen ist. Wir wollen dafür gerüstet sein und bei einigen angefangenen Projekten mal auf die Tube drücken. Ein guter Vorsatz für das nächste Jahr: Auch mal Sachen beenden und nicht immer neues Anfangen…

Das erste Projekt, dass nun als fertig bezeichnet werden darf ist unser selbstgebauter Wohnzimmertisch. JUHEEE!

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Da sich die Fertigung nun allerdings über 1 Jahr hingezogen hat, hier nochmal die einzelnen Schritte im Zeitraffer. – Für alle die Lust haben sich ebenfalls ein individuelles Einzelstück zusammen zu bauen. ;-)

Schritt 1: Die Idee

Am Anfang stand die Erkenntnis, dass unser wunderschöne Massivholztisch von ROOMS nicht mehr in unser Wohnzimmer passt. Das große geschwungene Sofa und die neuen Farben sollten dem Raum eine ganz andere Wirkung geben. Also: Ein neuer Couchtisch musste her, rund und verspielt. Schwer zu finden – also selber machen. In der nächsten Zeit habe ich immer wieder Ausschau gehalten nach passenden Materialien und diese im Baumarkt in Form von vier runden Wandregalen gefunden.

Schritt 2: Die Grundform

Wir haben die Kreise im Wohnzimmer in verschiedenen Varianten aneinander gelegt. Schnell war klar, dass zwei Ebenen beim Tisch entstehen sollten. Die Form ähnelt nun einem vierblättrigen Kleeblatt und hat den Vorteil, dass eine weitere Fläche innerhalb der Kreise entsteht, die als Tischfläche zusätzlich hinzukommt. Mein Wunsch eine mit Glas geschützte Fläche zu bekommen, die ich zum Dekorieren nutzen kann (OHNE dass meine neugierigen Katzen diese zerpflücken) ließ sich so gut umsetzen.

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Schritt 3: Flächen ausfüllen

CK hat den entstandenen Flächen mit Holz einen Boden verliehen, auf gleicher Höhe bei allen Ebenen. Die äußeren Flächen wurden so bearbeitet, dass wir noch gut die Fliesen aufkleben können – die dann ja leider nicht gekommen sind. :-( Der etwas erhöhte Kreis sollte keine Fliesen erhalten, da er farbneutral für die Dekoration bleiben sollte.

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Schritt 4: Tischbeine: DIY

Ganz besonders froh bin ich über unsere Tischbeine. Diese stammen nämlich aus einem alten Wäschekorb voll mit alten Möbelfüßen und selbst gedrehten Holzfüßen von meinen Schwiegereltern. Elemente die wir mittlerweile mehrfach im Wohnzimmer verarbeitet haben – wir haben/werden noch berichten. Sehr praktisch war auch, dass wir vier gleiche Tischbeine verwenden konnten und das Bein für die höhere Ebene mit einem nur leicht zu kürzenden Stück auf die passende Höhe bringen konnten. CK war wieder so lieb die Möbelfüße an der Platte anzubringen. So weit so unfertig…

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Schritt 5: FARBE!!!

Der 5. Schritt war für uns der nervigste. Wir waren uns schon sicher, dass wir unsere Wohnzimmerwände schwarz streichen wollen und haben daher – naive wie wir nun einmal sind… – im Baumarkt schwarze Wandfarbe gekauft. Kleiner Tipp: Lasst es! *Brr* Der Tisch sollte schon mal zum Testen die schwarze Farbe bekommen. Dazu haben wir die perfekten glatten Flächen angerauht und dies auf ewig bereut. :-( Die Farbe war ein furchtbares gräuliches Schwarz, stumpf und mit Pinselstrichen versehen. Grauenhaft.

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Zumindest konnten wir nun sehen, dass es mit einem schwarzen Anstrich funktionieren kann… nur halt nicht so…

Schritt 6: Mosaik aus Fliesen

Endlich kam der Schritt, der mir besonders am Herzen lag: Mosaik als Tischplatte. Dies wollte ich schon immer mal ausprobieren. Es gibt zwar wunderschönes farbiges Mosaik meist aus Glas, aber ich hatte mich in die Idee von Fliesen verliebt und mich schon auf das Zerstören selbiger gefreut. ;-) Passende Fliesen zu finden war dann aber mal wieder eine große Herausforderung und wir sind auch nur durch Zufall auf die Fliesenbordüre im Restpostenverkauf gestoßen. Preislich waren diese dann auch attraktiver als Mosaik aus dem Bastelbedarf. Allerdings musste ich von meiner Vorstellung von verschiedenen Rottönen abweichen, dafür glänzt es nun golden aus unserem Wohnzimmer. Die Fliesen haben dann ein Bett aus schwarzer Fugenmasse bekommen. Da hier naturgemäß etwas „rumgesaut“ werden muss, war es auch gar nicht so schlimm, dass der finale Anstrich noch nicht drauf war.

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Schritt 7: FARBE 2.0

Nach diesem misslungenen 1. Anstrich hat CK versucht zu retten, was zu retten ist und zwar mit viel Geduld, Spachtelmasse und Sprühfarbe. Er hat es somit geschafft eine tolle Oberfläche für den Tisch hergestellt. :-* Die Mosaikflächen wurden vor dem Besprühen natürlich abgeklebt, der Rest des Tisches ist nun mit so viel Farbe behandelt, dass diese alleine schon halten sollte.

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Schritt 8: Plexiglas und raffinierte Technik

Das besondere Highlight haben wir uns dann bis zum Schluss aufgehoben. Die obere Ebene sollte natürlich auch als Abstellfläche nutzbar werden und damit die Dekoration sichtbar bleibt, haben wir uns für Plexiglas entschieden. Warum Plexiglas? Hauptsächlich, damit wir zwei Bohrlöcher für die Knäufe bohren können. Das Plexiglas muss sich nämlich bewegen lassen, damit ich die Dekoration austauschen kann.

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CK hat mir daher einen festen Knauf als Drehpunkt und einen Knauf als Griff angebracht. Funktioniert super! Die Knäufe haben wir in Fischer´s Lagerhaus gekauft. Damals hatten wir diese für unsere Schranktüren in der Wohnzimmerwand gekauft und auf Verdacht lieber zwei mehr mitgenommen. Nun wissen wir warum. :-)

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Fertig!

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Nun ist der Couchtisch das erste fertige Möbelstück in unserem Wohnzimmer. Wir sind aber darauf bedacht mindestens zwei weitere Projekte zeitnah final abzuschließen.

Test: Bosch GluePen

Pünktlich zum 2. Advent finde ich nun mal die Zeit euch mein neues Werkzeug für meine zukünftigen Bastelarbeiten vorzustellen:

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Bosch GluePen – eine Heißklebepistole auch für kleine Bastelprojekte

Ein Projekt für meinen Bosch GluePen Test war auch schnell gefunden. In meinem neu erworbenen Ideen- und Werkbuch „Natürlich Wohnen“ fand ich die Anleitung, aus dünneren Ästen und ein bisschen Tannengrün einen weihnachtlichen Dekorationskranz zum Aufhängen zu basteln. Wichtigstes Werkzeug hierbei: die Heißklebepistole! Ich habe mich dazu entschieden für unsere Weihnachtsdekoration eine leicht abgewandelte Form zu basteln und einen Adventskranz zu gestalten. Wie das geht, könnt ihr hier nachlesen.

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Benötigte Materialien

  • mehrere dünne, getrocknete Äste (wenn gewünscht auch gerne angemalt)
  • mehrere Tannenzweige
  • 4 Kerzen am besten in Gläsern (sonst: Brandgefahr!)
  • Weihnachtsdekoration nach Wunsch

Bastelanleitung

Als erstes solltet ihr euch Gedanken um die gewünschte Form eures Projektes machen. In der Anleitung im Buch wurde für die runde Form des Kranzes ein Kreis als Schablone ausgeschnitten. Eurer Fantasie sind dabei jedoch keine Grenzen gesetzt und so können natürlich auch Sterne, Tannenbäume und vieles mehr als Grundform dienen. Da unser Tisch mit seinen 2,80 Meter ein recht großer Vertreter seiner Art ist, habe ich mich dafür entschieden meinen Adventskranz ebenfalls länglich zu gestalten. Ich habe daher lediglich einen Zollstock verwendet, um später einen ca. 70 cm langes Dekorationsobjekt zu bekommen.

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Wenn ihr euch über die Grundform im Klaren seid, dann darf jetzt mit den Ästen gepuzzelt werden. Bei einem Adventskranz ist es am Wichtigsten, dass die Kerzen sicher stehen, so dass ich hier ein besonderes Augenmerk drauf gelegt habe. Um dies zu erzielen habe ich als Boden zwei Äste aneinander gelegt und weitere Äste als Verbindung genutzt.

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Wenn ihr im Groben zufrieden seid, dann prägt euch das Gebilde gut ein. Beim Kleben fangt ihr ja selbstverständlich mit den unteren Schichten an, so dass die oberen nochmal herunter genommen werden müssen. Nun werden mit der Heißklebepistole die Berührungspunkte der Äste verklebt.

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Dabei habe ich immer wieder die Kerzen zum Testen auf die Äste gestellt. Da die Kerzen mit den Gläsern ein hohes Gewicht haben, habe ich mich dagegen entschieden diese ebenfalls anzukleben. – So bleibt mein Adventskranz transportabel. Damit die Gläser auch dann sicher stehen, wenn man z.B. an den Tisch stößt, habe ich diese von mehreren Seiten mit weiteren Ästen verkeilt. Ein weitere Vorteil hiervon ist, dass die Kerzen auch gut ausgetauscht werden können.

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Und fertig ist der selbst gebastelte Adventskranz! Also grob, nun kommt natürlich noch die Feinarbeit. Bestens geeignet hierzu sind Tannenzweige, die schön um die Äste drapiert werden können. Besonderer Vorteil ist, dass unschöne Klebestellen an den Ästen so verdeckt werden können.

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Das Ergebnis kann sich doch schon mal sehen lassen, oder nicht?

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Zum Schluss kommt noch die Weihnachtsdekoration. Ich habe Weihnachtswichtel – die eigentlich zum Anstecken an Adventskerzen gedacht sind – mit der Spitze in kleine Tannenzweige gesteckt und diese ebenfalls mit der Heißklebepistole an die Äste geklebt. Auf unserem Esstisch habe ich etwas größere Tannenzweige ausgelegt und den Adventskranz einfach drauf gestellt. Mit einigen weiß angemalten Tannenzapfen, die mit Hilfe von Draht an den Ästen befestigt wurden, war unser Adventskranz fertig!

   Erfahrungen mit dem GluePen von Bosch

Frisch geliefert musste der GluePen erstmal aufgeladen werden. Dafür das mitgelieferte Kabel in die Steckdose und am Gerät anschließen und 2-3 Stunden warten. Der GluePen kommt mit 4 Heißkleberstangen die einen Durchmesser von 7 mm haben. Diese sind somit deutlich dünner als die Heißkleberstangen für meine handelsübliche Heißklebepistole aus dem Baumarkt. Für meinen Adventskranz habe ich ca. drei dieser Stangen verwendet. Ist der Akku geladen und das Stromkabel abgezogen, dann ist der GluePen nahezu sofort einsatzbereit. Nachdem der Powerknopf gedrückt wird, benötigt er ca. 15 Sekunden um auf die notwendige Arbeitstemperatur zu kommen. Ein Blinken der Leuchtanzeige signalisiert das Aufwärmen, wenn die Lampe konstant leuchtet kann der GluePen eingesetzt werden.

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Durch die kleineren Kleberstangen kann auch der Auslass für den Kleber deutlich filigraner eingesetzt werden und ist somit auch für kleinere Bastelprojekte super geeignet. Werden beispielsweise beim Verkleben der Äste größere Klebepunkte benötigt, dann drückt man einfach zweimal an derselben Stelle den Heißkleber aus der Pistole. Vorsicht ist – wie bei allen Heißklebepistolen – selbstverständlich an der Spitze geboten, diese erreicht Betriebstemperaturen von ca. 170°C.

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Durch seine geringe Größe und die längliche Form, kann man den GluePen auch an Stellen verwenden, wo andere Heißklebepistolen vielleicht Schwierigkeiten bekommen würden. Er kann super einfach auch mit einer Hand bedient werden, so dass man die zweite Hand noch zur Verfügung hat – sehr hilfreich beispielsweise wie hier beim Ankleben der Tannenzweige.

Leider ist das nervige Fäden ziehen des Klebers auch bei dem GluePen von Bosch nicht ganz aus der Welt geschafft. Durch die automatische Abschaltung, wenn das Gerät längere Zeit nicht verwendet wurde, entfällt jedoch das Auslaufen des Klebers aus dem abgelegten Gerät. Zwischen und nach der Nutzung kann der GluePen sehr einfach und schnell auf die Arbeitsfläche gelegt werden. Die Spitze ist durch die Form weit genug von der Arbeitsfläche entfernt, so dass auch keine Verbrennungen in dieser befürchtet werden müssen. Die Handhabung einer Heißklebepistole ohne nerviges Kabel ist ein weiterer, riesiger Komfortgewinn.

Fazit

Der GluePen von Bosch ist keine Wunderwaffe, sondern ein gut durchdachtes und auf seine Anwendungen optimiertes Werkzeug, welches schnell und einfach eingesetzt werden kann. Bastelarbeiten oder kleinere Reparaturen können, vor allem durch den Akkubetrieb, so auch an ungewöhnlichen Orten stattfinden.

Kleiner Tipp: Der GluePen macht sich bestimmt auch unter dem Tannenbaum eines bastelbegeisterten Menschen sehr gut. ;-)

bosch-gluepen-test (17)In diesem Sinne wünschen wir euch einen besinnlichen zweiten Advent!