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Projekt Holzterrasse: Jetzt geht’s los!

Endlich… Ich habe es geschafft die Arbeit an unserer neuen Holzterrasse zu starten.

In der letzten Zeit habe ich nach und nach ungefähr ein Drittel der Fläche unserer Terrasse auf die korrekte Höhe für das Fundament gebracht (Ziel ist es schnell einen Teil der Terrasse nutzbar zu machen und dann den Rest anzugehen). Durch Abtragen eines großen Teils des zuvor dort hin gekarrten Asphaltrezyklats. :-/ Naja, das Material wird zwischengelagert und zum Anfüllen an der Grundstücksgrenze verwendet. – Ist also halb so wild…

Am letzten Samstag ging mein erster Weg dann zum Baumarkt: Zement kaufen. Kies war dank einer nachbarschaftlichen Lieferung schon da. Nachdem ich den Betonmischer aus dem Winterschlaf erweckt habe, konnte es auch schon losgehen. Der erste Arbeitsschritt beim Errichten einer Holzterrasse ist natürlich das Einmessen und Einwiegen der gewünschten Höhenniveaus. Dieser Schritt hat mich gefühlt fast die Hälfte der Zeit gekostet.

Der Aufbau unserer Terrasse ist von unten nach oben folgendermaßen: ca. 30 cm Rezyklatmaterial, eine Schicht von ca. 5 bis 10cm Beton, Pflastersteine (teilweise gebraucht, teilweise Reste) von 6 und 8 cm Dicke, 70er Unterkonstruktionsholz (Douglasie) und 28 mm Terrassendielen in 145 mm Breite (Douglasie). Die Balken der Unterkonstruktion verlege ich in einem Abstand von 50 cm und die 250 cm langen Balken liegen auf Pflastersteinen mit 62,5 cm Abstand.

Nachdem die Ecksteine der Fläche gelegt waren, ging die Arbeit sehr schnell von der Hand. Ich bin also zuversichtlich das Fundament schnell fertig stellen zu können. Und so weit bin ich bisher gekommen:

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DIY-Wissen: Welcher Bohrer für welches Projekt?

Egal welcher Bohrmaschinentyp, ob einfache Bohrmaschine, Schlagbohrmaschine, Akkuschrauber oder was auch immer, das Gerät selbst ist nur die halbe Miete! Je nach Anwendungsfall und zu bohrendem Material müssen nämlich verschiedene Bohrer her. Holz, Beton, Metall, Keramik, Kunststoff… Den passenden Universalbohrer für viele verschiedene Materialien gibt es einfach nicht. Die Anforderungen sind einfach zu unterschiedlich.

Bohrer für Holz

IMG_8409Holzbohrer erkennt man in der Regel an der kleinen Zentrierspitze, die das genaue Treffen eines angezeichneten Lochs erleichtern. Holzbohrer sind einer der Bohrertypen, die mit ganz klassischen Schneiden an der Spitze und einer Spirale zum Abtransport der Späne ausgestattet sind. Holzbohrer gibt es entweder in rund als auch als eine eher  günstige Alternative für große Löcher aus Flachmaterial.

Beispiel für einen Spezial-Holzbohrer: Forstnerbohrer

IMG_8410Für große Löcher mit flachem Boden eignet sich besonders der Forstnerbohrer, der eine schöne zylindrische Vertiefung bohrt.

Forstnerbohrer sind zwar schon eher etwas für den fortgeschrittenen Holzwerker und nicht für jeden DIY-Einsteiger nötig. – Wenn es aber an das Verbauen von Möbelscharnieren geht leider unabdingbar.

Bohrer für Metall

IMG_8411Metallbohrer dienen zum Bohren von Stahl und NE-Metallen. Metallbohrer sind – wie auch die Holzbohrer – mit einer Schneide ausgestattet, und weisen eine Spirale zum Abtransport der Späne auf. Metallbohrer gibt es mittlerweile nicht nur in der bekannten HSS-Qualität, sondern auch mit HighTech-Beschichtungen aus beispielsweise TiN (heute fast Standard-Qualität) oder deutlich teureren Materialien, die die Lebensdauer und Schnitthaltigkeit stark erhöhen. Metallbohrer sehen Holzbohrern sehr ähnlich, weisen aber in der Regel keine Zentrierspitze auf.

IMG_8405Ausnahmen bestätigen die Regel. – So zum Beispiel der Zentrierbohrer für Arbeiten an der Drehbank. Oder auch ein Bohrer bzw. Lochsäge für sehr große Löcher in Blech: Diese Bohrer sind nicht nur mit einer Zentrierspitze, sondern mit einem Zentrierbohrer ausgestattet und die Zerspanung findet mittels Hartmetallplatten statt, die die Schneiden ersetzen.

Bohrer für Beton

IMG_8408Der Bohrer der Wahl für Beton ist der Hammerbohrer. Diese Art von Bohrer hat keine Schneiden in dem Sinne, sondern wie der Name schon sagt einen Hammerkopf. – Zwei Flügel aus massivem Material, die den Durchmesser der Bohrung bestimmen, aber das Material nicht wegschneiden, sondern es zertrümmern. Klar, Schneiden dürfte bei Beton auch eher leidlich funktionieren. Das zertrümmerte Material wird wie auch bei den Holz- oder Metallbohrern mit einer Spirale abtransportiert.

Bohrer für Kunststoff

Für Kunststoffe gibt es im Hausgebrauch eigentlich keine speziellen Bohrer. Die meisten Kunststoffe werden „schneidend“ gebohrt. Ein Metall- oder Holzbohrer funktioniert also in der Regel. Soll Acryl- bzw. Plexiglas bearbeitet werden, muss aber ein spanender Bohrer her. Diesen kann man sich aber einfach selbst herstellen oder vielleicht ist er auch schon irgendwo zu finden: Ein stumpfer Metallbohrer ist nämlich genau das was man benötigt.

Bohrer für Keramik

Bohrer für Keramik, wie zum Beispiel Fliesen, sind eigentlich gar keine richtigen Bohrer sondern eher Schleifer. Diese extrem hart beschichteten Bohrer raspeln bzw. schleifen das Material eher weg. Da der Staub stark schmirgelnd ist, weisen diese auch in der Regel keine Spirale für den Abtransport auf. – Man muss halt sehr behutsam vorgehen und das weggebohrte Material ab und an manuell bzw. mit Druckluft oder einem Sauger entfernen. Und Vorsicht! Keramik verträgt nur wenig Vorschubkraft beim Bohren.

Fazit

Wie man sieht: Für so ziemlich jeden Anwendungsfall gibt es einen Bohrer. Metall- und Holzbohrer sind da schon universeller als spezielle Zeitgenossen wie zum Beispiel der Keramikbohrer. Für den DIY-Einsteiger würde ich empfehlen mit einem Set Bohrer zu starten, dass HSS- und Steinbohrer enthält. Dafür aber in guter Qualität. Mit dem HSS-Sortiment kann man auch Holz bearbeiten, ist aber auch für Metall und Kunststoff gut gerüstet. Wenn man einen starken Fokus auf Holzarbeiten hat, empfiehlt sich natürlich zusätzlich ein Satz Holzbohrer.

Es darf wieder gemauert werden! Teil 3

Ich muss gestehen, dass wir von unseren Außenarbeiten kläglich wenig berichtet haben. Zu unserer Entschuldigung muss ich sagen, dass Bilder vom Rasenmähen vorher/nachher auch nicht sooo spannend sind. Die Aufräumaktion nach unserem Urlaub in den Französischen Adennen war da schon etwas spektakulärer. Allerdings nur, da unser Urwald wieder so zugewuchert war, dass wir hier lieber kein Bild hochladen. Nachdem CK mit dem Balkenmäher der großen Fläche und ich mit der Machete unseren zugewucherten Erdhügeln zuleibe gerückt sind, können wir wieder entspannt auf der Terrasse sitzen und bis ans Ende unseres Grundstückes gucken.

So ganz untätig waren wir aber selbstverständlich nicht, aufgrund des Wetters, der Arbeit und manchmal sogar alternativen Freizeitbeschäftigungen (ja, noch gehe ich artig auf meinen Crosstrainer!) haben wir jedoch keine großen Sprünge im Garten machen können… jedenfalls bis vor Kurzem!

Die Sonnentage zeigten deutlich den motivationalen Einfluss des schönen Wetters auf die Ausdauer bei den Gartenarbeiten und mit (manchmal auch unerwarteter) freundlicher Unterstützung von Marco ist die Mauer der Muldenrigole nun endlich fertig!

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Und manchmal können wir unser Glück kaum fassen. Gerade als Marco und CK fleißig dabei waren, die Rinne für unser ab- bzw. überlaufendes Regenwasser aus unserem Aufbewahrungstank zu gestalten, bekamen wir nämlich kurzen Besuch von unserem Nachbarn. Wir sinnierten gerade darüber ob wir uns am nächsten Tag nun doch noch eine kleine Teichschale kaufen, in die das Regenwasser rein fließen kann. Da bekamen wir selbige auch schon angeboten: „Könnt ihr euch direkt holen, die steht da rum.“ JA GERNE!

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Und so haben wir nun auch schon damit begonnen ein Fundament für den kleinen Teich und die geplante Natursteinummauerung zu betonieren. Bei strahlenden Sonnenschein kann man sich nun schon vorstellen, wie schön dieser Teil des Gartens bald erstrahlen wird. Ich freue mich schon sehr darauf!

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Und dann kamen während wir arbeiten waren eines Tages noch die Heizelmännchen – oder war es vielleicht doch Marco? – und haben auch gleich die Erde des Beetes begradigt und von Unkraut und groben Steinen etc. befreit. Das mussten wir natürlich ausnutzen! Die Erdbeeren wucherten nämlich schon seit einiger Zeit aus ihren Töpfen heraus auf unser Asphaltgranulat. Schon erstaunlich, wo Pflanzen überleben können…

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Nun sieht die Mauer noch besser aus! Hier ist eine super Stelle um Wärme und Sonne liebende Pflanzen wachsen zu lassen. Für Erdbeeren ist die Stelle daher gar nicht so schlecht. Zum Überwintern habe ich dann noch unseren kleinen Rosenstrauß eingepflanzt.

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Und da unsere Steinpflanzen vor der Haustür in diesem Jahr so schön gewachsen sind, habe ich einige davon gleich mal in die Terrassenmauer gepflanzt. Mal schauen, ob diese trotz der späten Jahreszeit noch angehen werden. Bei der Mauer zum Nachbargrundstück hin hat dies auf jeden Fall sehr gut geklappt.

Und für alle die unseren Blog aufmerksam und interessiert verfolgen und sich fragen, warum wir keinen Bericht von den Fortschritten beim Pflastern zeigen: Es gibt keine. :-( Leider ist der Bagger sehr beliebt und somit immer sehr beschäftigt. Wir hoffen, dass diese Arbeiten noch in diesem Jahr erledigt werden können. Ob wir es dann noch schaffen vor dem Wintereinbruch auch fertig zu pflastern, ist noch unklar. Wenn es nach den Christstollen im Supermarkt geht, stehen unsere Chancen wohl eher schlecht…

Es darf wieder gemauert werden! Teil 2

Wir sind noch zuversichtlich, dass in den nächsten Wochen endlich der langersehnte Startschuss für unsere Arbeiten vor dem Haus fällt. Um auf das plötzliche Einfallen der Baumaschinen vorbereitet zu sein, mussten auch nur noch kleine Aufräumarbeiten getätigt und die Asphaltdecke an der Grundstücksgrenze durchtrennt werden. Ein recht entspanntes Wochenende also in das wir hineingegangen sind. Und was bietet sich da besser an, als die Freunde zum Grillen einzuladen? Marco antwortete gleich mit einem: „Wollen wir vor dem Grillen noch puzzeln?“ Während ich noch darüber sinnierte, ob und warum Marco mir bei meinem 3.000er Puzzle helfen wolle, war CK schneller: natürlich die angefangene Natursteinmauer!

Selbstverständlich sagen wir nicht nein, wenn fleißige Hände sich so bereitwillig anbieten! Und so haben wir am Samstag auch wieder tolle Fortschritte machen können!

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Allerdings ging das Aufschneiden des Asphalts nicht ganz so leicht von der Hand als erwartet. Konnten wir zwar den fahrbaren Asphaltschneider für unser Vorhaben von unserem Nachbarn ausleihen, hat dieser sich leider jedoch ausgerechnet diesen Tag ausgesucht, um kaputt zu gehen. Sehr unangenehm… Rettung kam für uns dann in Form eines zweiten handgeführten Asphaltschneiders daher, den unser Nachbar zum Glück auch noch besitzt. Da dieser jedoch ohne automatische Wasserkühlung daherkommt, hatten wir uns für eine sinnvolle Arbeitsteilung entschieden: CK hat die schwere Maschine bedient und ich habe mit Hilfe einer Gießkanne für das notwendige Wasser gesorgt.

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Marco hat unterdessen mal wieder ganz alleine an unserer Natursteinmauer weiter gearbeitet. Und so in Rekordzeit die zweite Treppenbegrenzung fertig gemauert und die Hälfte der Beetabstützung ebenfalls. Wie schnell so eine Natursteinmauer entstehen kann, haben wir dann auch mit einem Timelapse festgehalten.

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20140802_161738Anschließend haben Marco und CK die Natursteine – wie auch bei unserer Terrassenbegrenzung – mit Beton hinterfüllt, damit diese nicht wieder einbrechen. Jetzt ist nur noch ein Tag arbeit nötig, um die zweite Mauer zur Muldenrigole fertig zu stellen. – Wahnsinn, wie schnell dies wieder ging!

Der Steinhaufen wird somit immer kleiner und wir haben bei der Gelegenheit direkt auch den Platz für das Fundament der nächsten Natursteinmauer freigelegt.

Es darf wieder gemauert werden!

Am Donnerstagabend wollten CK und ich uns im Garten dem Fundament für die zweite Natursteinmauer widmen. Die Verschalung für den Beton haben wir ja nun schon wieder vor längerer Zeit vorgenommen, sind bisher aber nicht dazu gekommen weiter zu arbeiten. Da Marco bei diesen Arbeiten immer eine sehr große Hilfe ist, haben wir ihn gefragt, ob er nicht Lust hätte uns zu helfen. Wir haben derzeit die etwas blöde Situation, dass ich zwei Wochen Urlaub habe, CK jedoch weiter fleißig arbeiten gehen muss. Kurzerhand hat sich Marco angeboten sich bereits ab dem frühen Vormittag an unseren Betonmischer zu stellen.

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Pünktlich nach meinem Frühstück stand Marco auch schon voller Tatendrang auf unserer Terrasse. Nach kurzen Vorbereitungen lief auch schon die erste Mischung im Betonmischer, die ersten Schubkarren Beton waren dann auch schnell in der Verschalung verschwunden. Etwas problematisch war das Befüllen allerdings schon, da der Beton nur an der Ecke zur Treppe hin von der Schubkarre aus einfach verfüllt werden konnte.

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Rettung gab es mal wieder durch unseren Nachbarn! Hier konnten wir uns erneut die Auffahrrampe ausleihen und schon ging es für Marco samt Schubkarre in luftigen Höhen weiter. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Trotz mehrerer Pausen wurde uns schnell klar, dass wir schneller fertig sein würden als gedacht und bei den sommerlichen Temperaturen war eine kleine Eispause doch sehr verlockend. Ich habe mich nur kurz bezüglich unserers Abendessens mit CK abgestimmt und ihm von unserem Vorankommen und Eisplänen berichtet und schon stand CK mit der Eislieferung in seiner Mittagspause auf der Terrasse. Klar, dass er sich ein Eis nicht entgehen lässt. ;-P

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Kurz haben wir noch überlegt, dass wir bei so guten Fortschritten auch auf der anderen Seite der Treppe bereits das Fundament für die kleine Mauer, die als Geländer – mehr optisch als funktional – dienen soll, gießen können. Dann war CK auch schon wieder verwunden.

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Mit neuer Energie hat Marco im Eiltempo das Fundament fertig gegossen und ist dann auch gleich an die zweite Aufgabe gegangen. Wir hatten ja schon vor einiger Zeit mit Hilfe unseres Nachbarn und seines Minibaggers die große Steinplatte, welche wir mit unserem Grundstück erworben haben, an die dafür vorgesehene Stelle gebracht. Nun haben Marco und ich die beiden Seiten zur Mauer und zur Treppe mit Beton ausgefüllt…

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… und waren schon wieder so schnell fertig, dass wir noch viel Zeit hatten bis CK von der Arbeit nach Hause kommen würde. Zum Glück hat Marco nicht nur ein riesen Talent im Mauern einer Natursteinmauer, sondern macht dies auch noch gerne! Und so kamen auch gleich die ersten Steine auf das neue Fundament! Kurze Zeit später stand auch schon die erste Seite unserer Treppeneinfassung!

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Und da noch Beton und Zeit übrig waren, hat Marco sich dann noch schnell einen Spaten geschnappt und hat den Platz für das Fundament auf der anderen Treppenseite ausgeschaufelt und mit Beton gefüllt. Auch die ersten Steine sind bereits fachgerecht verlegt worden. Ca. eine halbe Stunde vor der Ankunft von CK waren dann die Kräfte und der angemischte Beton verbraucht und der gemütliche Teil des Abends konnte beginnen.

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Wobei der Gewitterschauer uns dann kurzzeitig doch noch von der Terrasse vertrieben hat. Jedoch gerade passend in der Zeit der Essenszubereitung. Kaum stand der Grill auf der Terrasse, wurde das Wetter auch schon wieder besser!