Archiv der Kategorie: Bauplanung & Tipps für den eigenen Hausbau

Wärmebrücken (auch im Neubau) aufdecken

Im Moment ist es draußen ja mal wieder sehr kalt. Durch das Kondensat, dass ich in den letzten Tagen immer wieder von unseren Dachflächenfenstern entfernt habe, wurde ich wieder an einen unserer Baumängel erinnert: Schon im ersten Winter nach dem Neubau unseres Hauses fing eine Stelle in der Fensterlaibung unseres Badezimmers heftig an zu schimmeln. – Da ist man natürlich erstmal sehr schockiert. Wir haben in dem Winter unser Lüftverhalten optimiert, gereingt, behandelt und gemacht und getan… Aber besser wurde es nicht und keine der Maßnahmen konnte Abhilfe schaffen. Der Schimmel kam immer schnell wieder. Zum Glück hat er sich wenigstens nicht ausgebreitet.

Irgendwann kamen wir dann endlich auf die Idee, dass da wohl eine Wärmebrücke an der Stelle im Badezimmer besteht. Sprich: Die schimmelnde Stelle ist kälter als die Umgebung und deshalb gibt es Kondensation. Schnell hat sich auch offenbart, dass der Rohbauer beim Einbau des Rollladenkastens eine Lücke gelassen hat und diese einfach übergeputzt wurde. Nachdem ich die Stelle freigelegt hatte, konnte ich den Hohlraum mit Styropor auffüllen, neu verputzen und der Schimmel ist seit dem Geschichte.

Aber was ist das Fazit dieser Geschichte? Der Mangel ist niemandem aufgefallen… Das ist schade. Eigentlich wollte ich nach Fertigstellung des Hauses gern Thermografie-Aufnahmen machen lassen um den Zustand zu überprüfen. Leider ist es dann im Einzugsstress aber vergessen worden. Hätten wir die Thermografie-Aufnahmen machen lassen, wäre der Mangel sicher sofort als „Hotspot“ auf der Aufnahme sichtbar geworden.

Eine thermografische Untersuchung, wie zum Beispiel der ThermografieCheck, der von der Thüringer Energie AG angeboten wird, kann einen ersten Überblick über den Zustand eines Gebäudes (egal ob Alt- oder Neubau) geben und ist dabei noch nicht einmal sehr teuer: Mit 109€ schlägt das Angebot der TEAG zu Buche. Darin enthalten sind:

  • erster Überblick über Gebäudezustand
  • Thermografie-Bericht
  • Hinweise auf Schwachstellen und allgemeine Modernisierungstipps
  • 6 Thermografie-Aufnahmen vom Gebäude
  • Außenthermografie

Hier dazu auch ein Video, dass erklärt wie das Ganze eigentlich funktioniert…

Wenn du dich genauer über Thermografie im Allgemeinen oder auch über das ganz konkrete Angebot der Thüringer Energie AG informieren möchtest kannst du dich auch auf dieser Thermografie-Infoseite umschauen. Dort kann man sich auch mit dem Gutscheincode Thermo16CH10 bis zum 10.02.2017 einen 10 € Rabatt sichern, so dass der ThermografieCheck unter 100€ kostet.

In Kooperation mit Thüringer Energie AG

Rezension: „Immobilien- und Baufinanzierung“

Optimaler Einstieg in die Immobilienwelt mit dem Fachbuch „Immobilien- und Baufinanzierung“ von Baufi24

immobilienfinanzierung baufinanzierung buch rezension

Das Angebot an Informationen rund um Immobilien- und Baufinanzierung ist sowohl im Internet als auch im Fachhandel reichlich vorhanden und unübersichtlich, doch nur wenige dieser Ressourcen sind durch Vollständigkeit und hohe Qualität geprägt.

Das 2011 erstmals vom Haufe Verlag in Zusammenarbeit mit Baufi24 veröffentlichte und mittlerweile schon in der 2. Auflage (10/2013) erhältliche Fachbuch „Immobilien- und Baufinanzierung“, gehört dabei jedoch zu den erfreulichen Ausnahmen, die man in diesem Bereich antrifft. Detaillierte Informationen und aktuelle Praxisbeispielen bescheren dem Buch einen hohen Mehrwert für all jene, die die Finanzierung eines Neubaus oder einer Immobilie planen.

Vom Grundwissen der Immobilienfinanzierung bis hin zu Sonderregelungen für Bauherren

Die breite Abgrenzung der Themengebiete ermöglicht jedem Einsteiger einen übersichtlichen Einblick in die Immobilienwelt, denn der beinahe 200 Seiten umfassende Inhalt widmet sich sowohl Einstiegsfragen als auch spezifischen Sonderregelungen und Ausnahmefällen, sowie nützlichen Tipps & Tricks, wie Sie bei der Bau- und Immobilienfinanzierung auf der sicheren Seite bleiben.

Es findet sich eine große Sammlung an Wissen für Bauherren, welches zum Thema der Finanzierung von Immobilien für jeden angehenden Eigentümer von hohem Nutzen sein kann. Außerdem widmet sich das Buch unter anderem zusätzlichen Themenbereichen, wie zum Beispiel der Frage, welcher Dämmstoff beim Bau des Objekts am besten verwendet werden sollte, wie man Räume perfekt vor Schall schützen kann und ob es für das Auto besser ist, eine Garage zu bauen oder einen Carport errichten zu lassen.

Zuletzt werden in der 2. Auflage von „Immobilien- und Baufinanzierung“ aktuelle Themen angesprochen, welche seit der 1. Auflage eine Änderung erfahren haben, wie etwa die Tatsache, dass die Grunderwerbsteuer 2014 weiter steigen wird und dass die Vorlage von Energieausweisen nunmehr schon seit 2013 Pflicht ist.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch für Bauherren

Mit der 2. Auflage von „Immobilien- und Baufinanzierung“ wird das Werk um aktuelle und noch übersichtlichere Informationen erweitert. Die ordentliche Gliederung und saubere Aufmachung machen das Auffinden von Informationen einfach und präsentieren auf einen Blick und schnellstmöglich Antworten auf alle wichtigen Fragen.

Alles in allem vereint „Immobilien- und Baufinanzierung“ konzentriertes Wissen über Bau- und Immobilienfinanzierung mit Übersichtlichkeit und auflockernden Definitionen und eignet sich deshalb als optimaler Einstieg in die Thematik der Baufinanzierung.

Wir können das Buch jedem interessierten empfehlen und raten vor allem auch dazu sich ein Werk, dass sich mit der Finanzierung auseinandersetzt zu lesen bevor man bei der Bank unterschreibt. – Denn nicht alles was die Bankberater anpreisen, ist auch das beste für die eigene Lebenssituation und den Geldbeutel.

Stromversorgung für Fortgeschrittene

Den folgenden Ratschlag haben wohl die meisten Bauherren von Eltern, Freunden, Bekannten, Bauleitern, Architekten und Elektrikern zu hören bekommen:

Immer ein paar mehr einplanen: Steckdosen kann man nie genug haben.

Zurecht! – Entspricht nämlich voll und ganz der Wahrheit. Am Beispiel unseres Bauvorhabens: Wir haben das „erweiterte Elektropaket“ bestellt, dass schon 50% mehr als die vorgeschlagenen Steckdosen beinhaltete. Wir haben uns dann einen Plan erstellt, wo wir Elektrogeräte platzieren wollen, wo welches Haushaltsgerät eingebaut wird, wo man beim Staubsaugen üblicherweise wohl den Stecker einstecken wird, wo Handyladegeräte in Betrieb sein werden und vieles mehr. Das Ende vom Lied? Wir haben auf die 150% noch einmal satte 140% aufgeschlagen! – Im Wohnbereich beispielsweise sind somit über 30 Steckdosen platziert. ;-)

Auf die üblichen Sachen wie Steckdosen für Kühlschrank, die Stehlampe neben dem Sofa und ähnliches möchte ich jetzt auch gar nicht eingehen… Lieber möchte ich mal ein paar Hinweise geben, wie wir etwas ungewöhnlicher Steckdosen und ähnliches angebracht haben.

Steckdosen im Heimkino

Klar… das Heimkino mit Receiver, Fernseher, Bluray-Player, Playstation und vielem mehr hat natürlich großes Potenzial für das „Vergessen wichtiger Steckdosen“. Meine Top-Tipps hier:

Projektor: Wir haben geplant unsere Heimkino-Ecke mit einem Beamer auszustatten. Diesen platziert man natürlich am besten an oder kurz unter der Decke. Auch wenn man vorerst nicht daran denkt ein solches Gerät für das Heimkino anzuschaffen: Später ein Kabel quer durch den Raum bis unter die Decke zu spannen ist hässlicher als eine ungenutzte Steckdose in Deckennähe.

Steckdose für Beamer

Leinwand: Das gleiche Thema… wer Beamer sagt muss auch Leinwand sagen. In unserem Fall wird diese vor einer Terrassentür platziert und somit immer nach Benutzung wieder verschwinde. Eine Motorleinwand ist somit unumgänglich. Die deckennahe Steckdose dafür wurde ebenfalls eingeplant.

Subwoofer: Nicht vergessen eine Steckdose für den Aktiv-Subwoofer einzuplanen. Dieser wird nämlich häufig nicht beachtet und nichts ist hässlicher, wenn man diesen (korrekt platziert) mit einer Verlängerung betreiben muss.

HiFi-SteckdosenHiFi-Geräte: Die Steckdosen für diese Geräte, wie Receiver und diverse Player, werden wohl kaum vergessen. Aber vielleicht mal kreativ werden und vielleicht die Geräte auf einem Regal platzieren? Wenn man die Steckdosen entsprechend anbringt, müssen auch gar keine Kabel auf der Wand stören. In unserem Fall sind sogar diese Steckdosen deckennah angebracht, da wir dort ein Regalbrett einziehen werden auf dem die ganze Ausstattung unauffällig verschwindet. Direkt daneben befindet sich auch der Auslass für unsere Lautsprecherkabel.

Lautsprecherkabel unter Putz verlegt

Lautsprecher ohne störende KabelWenn man schon alle Steckdosen so platziert, dass möglichst wenige Kabel „herumfliegen“, sollte man natürlich auch daran denken, dass die Lautsprecherkabel (in den meisten Fällen) auch kein schöner Anblick sind. Wir haben also entsprechendes Riffelrohr unter Putz verlegt und großzügig dimensionierte Kabel eingezogen. Unterputz verlegte Kabel sind somit für ein 5.1-System verfügbar. Mehr Lautsprecher finde ich im Wohnzimmer nicht wirklich sinnvoll.

Desweiteren liegen noch einige Leerrohre für DVI, HDMI, USB und sonstige zusätzliche Kabel.

Bodensteckdose unter dem Tisch

Steckdose im Fußboden geht auch bei FußbodenheizungDer beste Tipp folgt aber zum Schluss… Keine Ausreden ziehen: Jede Bauherrin und jeder Bauherr sollten eine Bodensteckdose unter dem Esstisch einplanen. Egal ob für das Notebook, den Toaster am sonntäglichen Frühstückstisch oder das Raclette-Gerät an Sylvester… es ist einfach unglaublich praktisch.

Eure Tipps?

Das waren meine Tipps… wo habt ihr ungewöhliche Steckdosen platziert?

Die ersten News im Jahr 2012

Erstmal wünschen wir allen unseren Lesern einen guten Start in ein erfolgreiches Jahr 2012. Und zu den News: Wir haben einen Projektplan für unseren Rohbau bekommen. Nächsten Dienstag (10. Januar) soll es lückenlos weitergehen und Anfang Februar soll der Dachstuhl gerichtet werden können.

 

Es geht los!

Das Gespräch mit Rohbauer und Bauleiter liegt hinter uns…

Nach einer Grundstücksbesichtigung wurden noch ein paar Details zu den Erdarbeiten besprochen und kurz die Lage bezüglich Baustrom und -wasser sondiert. Darüber hinaus haben wir ein Angebot für Garagenfundamente/-bodenplatte und die Abwasserleitung angefordert. – Punkte, die nicht zum „Baudirekt-Umfang“ gehören. Das Angebot wird wahrscheinlich schon Anfang der Woche vorliegen.

Was sich noch ergeben hat… der „umgekippte“ Baum ist bei den Erdarbeiten im Weg, der Apfelbaum sollte ein bisschen zurückgeschnitten werden und idealerweise auch der mittlere Bereich der Wiese gemäht werden. Also ging es direkt nach dem Gespräch zum Obi, wo eine CMI Kettensäge (Obi-Hausmarke) beschafft wurde.

Am Samstag ging es dann direkt nach dem Frühstück zum Grundstück, wo wir erstmal mit leichtem Regen empfangen wurden. Nachdem wir gerade alles ausgepackt hatten, startete ich die Kettensäge, die Ihren Junfernlauf auch direkt mit einem Defekt quittierte. Also zurück zum Obi. – Verantwortlicher nicht da. Zurück nach Hause, Mittagessen. Nach dem Mittagessen zurück zum Obi. – Verantwortlicher rät von der CMI-Säge ab und es gibt einen guten Deal für eine nette Dolmar-Säge <insert tim taylor grunt here>. Zurück nach Hause, es ist ja Mittagszeit. Nein… doch nicht. Wie wir während der mutmaßlichen Mittagsruhe gelernt haben gibt es diese garnicht mehr. *daumen hoch* Also zurück zum Grundstück und die Säge wurde geschwungen. Der eine Baum fiel und der andere schrumpfte. Netterweise stellte unser Nachbar auch noch eine Motorsense zur Verfügung, so dass wir trotz Verzögerungen noch mehr erledigen konnten als ursprünglich geplant.

Aber zum wichtigsten Punkt: Nächste Woche geht es los!

Am Montag wird vom Vermesser die Grobabsteckung gemacht und zwischen Mittwoch und dem folgenden Montag beginnt der Rohbauer mit den Erdarbeiten.