Archiv der Kategorie: DIY-Blog

Orientalischer Look im Wohnzimmer 2.0

Da ich in den letzten Wochen etwas ans Haus gefesselt war, konnte ich mich stundenlang mit der weiteren Gestaltung unserer Wohnzimmerwand beschäftigen. Ich hatte ja schon berichtet, dass wir hier fünf Flächen haben, die ich mit Seidenmalerei orientalisch gestalten möchte. Die erste Testfläche habe ich als gelungen abgespeichert und somit haben wir uns an die etwas schwierigeren Flächen gemacht, die an einer Seite eine Schräge haben.

Vorgegangen sind wir dabei genauso, wie auch beim anderen Bild. Als erstes hat CK mir den Rahmen gebastelt – eben halt mit der Besonderheit, dass eine Seite Schräg verläuft. Die Vorlage auf Papier haben wir dieses Mal etwas kleiner als den Rahmen geschnitten, damit wir nicht nochmal solche Schwierigkeiten haben, dieses zwischen Rahmen und Stoff wieder hervorzuholen. Vor dem Bespannen haben wir mit Tesafilm auf der Rückseite dafür gesorgt, dass sich das Papier nicht mehr bewegen kann. Dann haben wir den Rahmen mit dem Seidenstoff bezogen. Dank Elektrotacker auch eine schnelle Angelegenheit. Verzögerungen waren wie immer durch Katzen verschuldet…

Zunächst habe ich das Muster wieder mit Bleistift nachgezeichnet, das Papier ließ sich dieses Mal auch Problemlos entfernen. Dann die goldene Konturenfarbe drauf und schon kann mit dem Ausmalen der Flächen begonnen werden. Für die erste – erstaunlicherweise auch größte – Fläche hat das alles auch in lediglich vier Tagen geklappt. Das Muster ist schon deutlich größer als bei dem ersten Bild.

Auch die Spiegelseite war dann innerhalb einer weiteren Woche fertig und beide verdecken nun die weiß-gespachtelten Flächen der Wand. Uns gefällt es mal wieder richtig gut. Auch beim Filme gucken, ist ein Störfaktor (die hell reflektierenden Flächen) somit ausgeräumt worden.

Leider springen einem die noch unbehandelten Lautsprecher nun noch mehr ins Auge, aber diese müssen noch ein klein wenig warten… Die beiden oberen Flächen müssen ja auch noch verschönert werden.

Parallel zu den Innenarbeiten ist CK gerade auch ganz fleißig dabei unser sommerliches Großprojekt vorzubereiten.  Hier werden wir wohl wieder Schritt für Schritt Bericht erstatten können…

DIY Türgriffe aus Ästen

Nachdem die Wohnzimmerwand gespachtelt und gestrichen war, haben wir ihr gerne schon mal den Stempel „Fertig!“ verpasst. Aber Kleinigkeiten gibt es ja doch immer zu tun. Eine ganz besondere Kleinigkeit war das Fehlen unserer Griffe für die Schranktüren. Provisorisch hatten wir uns hier mit Schrauben ausgeholfen. Definitiv keine Dauerlösung!

In den verschiedensten Läden hatten wir Ausschau nach passenden Schrankgriffen gehalten, leider ohne Erfolg – Baumarkt, IKEA, Fischer´s Lagerhaus, alle haben interessante Angebote, aber nicht das Passende für uns dabei gehabt. Eher durch Zufall sind wir beim Geschenkeshoppen für die Babys unserer Freunde bei Kik beinahe fündig geworden. Hier gab es Türgriffe, die wie Äste aussahen und somit ganz gut zu unserem recht rustikalem Stil im Esszimmer passten. Der Preis war ganz in Ordnung, aber zum einen waren die Griffe nur scheinbar aus Holz und in Wirklichkeit aus Plastik und zum anderen waren auch nicht genug verfügbar. Blieb also mal wieder die Suche im WWW.

Doch auch die Suche im Netz gestaltete sich nicht gar so einfach. Für unseren Flur und unser Wohnzimmer haben wir uns gerne aus dem Sortiment vom Fischer´s Lagerhaus bedient und auch im Netz haben wir viele Griffe entdeckt die ähnlich waren. Doch auch wenn wir nach brauen Griffen Ausschau gehalten haben, so richtig passen wollte hier auch wieder nichts. Bei einem Shop von Dawanda – knaufmanufaktur.de – gab es erneut eine riesige Auswahl, der Funke blieb aber aus. Allerdings gab es Schrankgriffe zum Selbstgestalten und so haben wir uns letztlich mal wieder für eine DIY-Variante entschieden.

Das passende Baumaterial lag schon länger in meinem Bastelzimmer: Die Wassertriebe von unserem Apfelbaum hatten die perfekte Dicke, um schöne Türgriffe zu werden.

CK hat mit dem Fein Multimaster die Äste auf die richtige Länge gebracht und als Abstandshalter ca. 1cm lange Äste abgesägt. Diese hat er der Länge nach mit einem 4mm-Bohrer durchbohrt, ebenso wie später die Aststücke, die die eigentlichen Griffe bilden. Zusammen mit den gekauften Griff-Beschlägen wurden die DIY-Schrankknäufe dann an unserer Fachwerkwand montiert.

Die neuen Griffe passen auf jeden Fall super zu unserem Einrichtungsstil und waren zusätzlich auch mal wieder eine der günstigsten Lösungen.

Frühjahrsputz – Neue Staufächer für unsere Theke

Wer unseren Blog aufmerksam liest, der weiß, dass wir viel Stauraum hinter geschlossenen Türen sehr lieben. Da wirkt alles gleich viel aufgeräumter! ;-)

Es gibt aber noch immer die ein oder andere Stelle im Haus, die in diesem Punkt noch optimiert werden kann. Jetzt war mal unsere Küchentheke an der Reihe! Unter der Theke hatten wir ein IKEA-Regal angebracht, um einige wichtige Utensilien – Kugelschreiber, Notizzettel, Metermaß, Taschentücher, Handcremé, Sonnenschutz… – schnell zur Hand zu haben. Man kann sich wohl denken, dass sich schon nach recht kurzer Zeit ein ziemliches Sammelsurium gebildet hatte, was alles andere als ansehnlich war. Eine neue Lösung musste also her:

Im ersten Schritt haben wir das recht kleine IKEA-Regel gegen ein altes Holzbrett ausgetauscht, dass über die gesamte Länge der Theke geht. CK hat dieses dunkel gestrichen und mit nach oben zeigenden Winkeln an die Wand geschraubt.

Im zweiten Schritt hat CK dann unsere verbliebene Küchentür genutzt, um zwei Fächer an den Seiten zu bauen. Die Türen hat er dabei mit der Handkreissäge zugeschnitten  und Möbelscharniere aus dem Baumarkt zur Befestigung der Klappen genutzt. Die Trennbretter zwischen den einzelnen Fächern wurden einfach mit kleinen Stuhlwinkeln aus dem Baumarkt befestigt. – Alles in Allem mit Sicherheit keine Schreinerarbeit, aber es sieht deutlich ordentlicher und aufgeräumter aus. Zwischen den beiden verdecken Flächen ist noch immer eine offene Regalfläche für den schnellen Zugriff auf die Taschentücher. Daneben ist weiterhin genug Stauraum, für den sonstigen Kleinkram.

Orientalischer Look im Wohnzimmer

Die letzten Neuerungen im Wohnzimmer waren unsere neuen Gardinen und die Henna-Deckenlampe. Selbstverständlich gibt es aber noch einiges mehr zu tun, um einen orientalischen Flair in das Zimmer zu bekommen.

Am „unfertigsten“ ist noch immer unsere selbst gebaute Trennwand zum Esszimmer. Hier gibt es 5 Flächen, die keine Schranktüren sind und daher auch von uns noch keine Behandlung erhalten haben. Die schwarze Wandfarbe wollten wir allerdings auch nicht verwenden. Zudem wünschte sich der Akustiker im Haus noch eine schalldämpfende Schicht in diese Bereiche – also am besten Schaumstoff… Entschieden haben wir uns daher für die folgende Lösung:

Orientalische Seidenmalerei als Wandgestaltung

Die ersten Ideen hierzu kamen mir, als eine Arbeitskollegin ein Ausmalbuch für Erwachsene mit in die Schule gebracht hat. Dort entdeckte ich einige Muster, die mir ganz gut gefallen haben. Gemeinsam mit Christian habe ich dann überlegt, wie man diese Vorlagen groß auf unsere freien Flächen bringen kann. Wir haben uns für die Seidenmalerei entschieden, da hier im Rahmen auch gleich der dämpfende Schaumstoff angebracht werden konnte. Und so sind wir dann vorgegangen:

1. Schritt: Vorlagen bearbeiten

Wir haben uns auf zwei Bilder geeinigt, die wir später gerne farbig an unsere Wände anbringen würden. Diese hat CK eingescannt und so bearbeitet, dass wir die Vorlagen auf passende Papierflächen drucken lassen konnten. Dabei hat die Wand mit den vier Flächen ein großes Bild erhalten, dass später optisch durch die Holzbalken getrennt wird. Die Fläche über dem Durchgang war von der Form her einfacher und bekam ein abgeschlossenes Bild, in die Ecken haben wir noch passende Formen eingefügt und dann alles als Druckauftrag abgeschickt. Insgesamt fünf große Papierdrucke haben wir dann nach wenigen Tagen erhalten. Zum Testen haben wir uns dann erstmal an die einfachste Form gesetzt und das Bild über dem Durchgang in Angriff genommen.

seidenmalerei-vorlage-orientalisch

2. Schritt: Holzrahmen basteln

CK hat aus dem Baumarkt Holzleisten der Größe 25 mm x 25 mm besorgt und mir damit einen passenden Rahmen für die Fläche gebastelt. Dazu hat er ganz einfach die Leisten auf die passenden Maße zugeschnitten und in den Ecken mit Schrauben verbunden. – Winkel waren nicht nötig.

3. Schritt: Bespannen und Vorlage in Position bringen

Ausreichende Stoffbahnen Seide haben wir im Internet bei Ebay erhalten. Wir haben uns für Ponge 8 Seide entschieden. Damit das Muster auch bei dem Rahmen noch weitergehen konnte, haben wir ein passendes Stück Seide auf dem Boden gelegt, darauf die Vorlage und dann war erstmal Zwangspause angesagt…

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Nachdem unser Arbeitsmaterial wieder freigegeben war, kam dann passgenau der Rahmen darüber. Jetzt mussten wir nur noch den Stoff mit dem Elektrotacker an der Rückseite des Rahmens befestigen. Dabei muss natürlich drauf geachtet werden, dass die Seide gespannt wird, zu zweit ging das Spannen und Befestigen aber ganz gut.

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4. Schritt: Vorlage abzeichnen und Konturen malen

Der Vorteil dieser Methode war, dass die Vorlage nicht wirklich verrutschen konnte und so habe ich in mehreren Etappen – manchmal gemeinsam mit CK – die Konturen der Vorlage mit einem feinen Bleistift nachgezeichnet. Als dieser Schritt beendet war, konnte die Papiervorlage wieder entfernt werden. Ein nicht ganz so einfaches Unterfangen, da die Seide am Rahmen gut gespannt war und das Papier zwischen den beiden Schichten raus gezogen werden musste. Mit einigem Fluchen haben wir es dann aber geschafft.

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Nun mussten die Konturen erneut nachgezeichnet werden, dieses mal mit der goldenen Konturenfarbe, die später dafür sorgt, dass die flüssige Farbe auch in den vorgesehenen Kästchen bleibt. Zum Glück kann auch diese Arbeit auf mehrere Tage verteilt werden, ohne dass eine undichte Stelle befürchtet werden muss. An den Rändern habe ich ganz besonders aufgepasst, da hier das Holz vom Rahmen und die Seide im direkten Kontakt standen. Der Test mit einfachen Wasser zeigte aber schnell, dass auch hier die Konturenfarbe die Farbe gut in Schach halten kann.

5. Schritt: Farbe!

Nun durfte mit dem Ausmalen begonnen werden. Wir hatten uns im Vorfeld für verschiedene Rottöne entschieden und einige auffällige Farbtupfer (gelb, grün, lila). Der Hintergrund sollte passend zur Wandfarbe schwarz werden. Die großen Flächen waren schnell bearbeitet. Ich habe aber mehrmals das Ausmalen unterbrochen, um das Bild etwas wirken zu lassen und mir weitere Gedanken über die Aufteilung der Farben zu machen.

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Nun ist die erste Fläche fertig und ziert den Durchgang vom Wohnzimmer zum Esszimmer.

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Die Bäume schlagen aus

Ich hatte ja schon berichtet, dass wir mit der Umgestaltung unseres Schlafzimmers begonnen haben. Einmal angefangen, konnten wir es auch kaum erwarten weiter zu kommen. Und ein paar Äste an die Wand zu bringen, konnten wir zum Glück auch an einem Feierabend mal einschieben. Leider war ich in den letzten Wochen verhindert, so dass ich euch das Ergebnis erst jetzt vorstellen kann:

Die Äste hatten wir schon eingesammelt, als gerade mal die Planung für unser Haus stand. Auf einem Spaziergang mit Freunden sind wir auf eine Stelle gestoßen, wo alte, aber sehr schöne Äste auf dem Waldbogen lagen. Komisch, aber diese Äste gingen mir nicht aus dem Kopf und so sind wir Tage später nochmal hingefahren und haben die Äste eingesammelt. Da diese dreckig und voller Käfer waren, haben wir sie erstmal in die Garage zum Trocknen gelegt. In den kommenden Wochen und Monaten haben wir die Äste gesäubert und abgeschliffen, mit Terpentin haben wir versucht die Käfer zum Auszug zu bewegen. Danach lagerten die Äste für eine ganze Weile auf meinem Basteldachboden. Zwischendurch haben sie den ebenholzfarbenen Anstrich erhalten und bei einer Umräumaktion sind einige in den begehbaren Kleiderschrank gewandert – wir kamen also dem Endpunkt im Laufe der Jahre immer näher.

Geplant war vor allem die gegenüber dem Bett liegende Wand mit den Ästen zu verzieren, daher haben wir hier auch mit dem Anbringen gestartet. Einige Äste hatten von sich aus Gabelungen, andere haben wir zusammengebracht.

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Probeweise hatten wir ja einen kleineren Ast über meinem Schrank angebracht, diesen haben wir dahingehend erweitert, dass es nun – ebenso wie bei den anderen – aussieht, als ob diese aus dem Schrank wachsen. Also zumindest ein bisschen…

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Auch die Schrankseite von CK wurde natürlich nicht ausgespart. Vor allem, da das Katzenhäuschen nach Baumhaus aussehen soll, brauchte es Äste. Hier konnten wir auch die Äste unterbringen, die etwas ausladend waren, da hier nicht Gefahr besteht, dass wir uns die Köpfe stoßen.

Auch die Schräge –  also über unseren Köpfen beim Schlafen – wollten wir nicht aussparen. Hier haben wir den Größten der gesammelten Äste anbringen können.

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Wir fühlen uns in unserem neu gestalteten Schlafzimmer jedenfalls richtig wohl.